Südekum hebt hervor, dass mit Malmendier nicht nur fachliche Exzellenz, sondern auch neue Impulse für die deutsche Wirtschaftspolitik verloren gehen könnten. Ihr wissenschaftlicher Ansatz und die kritischen Einwürfe – selten stromlinienförmig, manchmal unbequem – haben die Diskussionen im Sachverständigenrat belebt. Ihre Nicht-Verlängerung sorgt daher in der akademischen wie wirtschaftlichen Szene für Stirnrunzeln. Aktuelle Medienberichte thematisieren neben dem Abgang auch die Hintergründe: So wird spekuliert, dass Uneinigkeit zwischen Kanzleramt und Wirtschaftsministerium eine Rolle spielt. Verschiedene Stimmen aus Wissenschaft und Politik befürchten, dass damit eine wichtige Brückenfigur zwischen US-amerikanischer Forschung und deutscher Wirtschaftspolitik verlorengeht. Nach Recherchen in Medien wurde zudem sichtbar, dass die Debatte um die Verjüngung und Vielfalt im Sachverständigenrat durch Malmendiers Weggang neuen Zündstoff erhält.