Die aktuelle Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Während die Zahl der Arbeitsplätze in vielen Wirtschaftsbereichen schrumpft, vor allem in der Industrie und im Einzelhandel, können einige wenige Bereiche – wie IT-Dienstleistungen und Beratung – dem Trend trotzen und benötigen sogar mehr Personal. Experten machen mehrere Faktoren verantwortlich: Die schwächelnde Konjunktur, hohe Energiekosten und eine wachsende Unsicherheit bei den Unternehmen führen dazu, dass Firmen vorsichtiger in ihre personellen Ressourcen investieren. Neue Recherchen zeigen: Laut FAZ und Zeit Online leitet die sinkende Nachfrage in wichtigen Exportbranchen Personalabbau ein, der durch die Energiepreissteigerungen weiter befeuert wird. Dabei wirkt sich das schwache Wirtschaftswachstum nicht nur auf die klassische Industrie aus, sondern trifft auch angrenzende Dienstleistungsbereiche – mit Ausnahme der boomenden Digital- und Beratungsbranchen. Laut Süddeutsche Zeitung verschärfen hohe Zinsen besonders den Druck auf das Baugewerbe, während Betriebe dort trotzdem in Teilen auf Verstärkung hoffen, weil einzelne Fördermaßnahmen oder regionale Bauvorhaben den Arbeitskräftebedarf stabilisieren.