Die größten deutschen Reiseveranstalter wie Tui, Alltours und Dertour sichern aktuell zu, für bereits gebuchte Reisen keine nachträglichen Preisanpassungen wegen steigender Kerosinpreise vorzunehmen. Jedoch könnten neue Buchungen künftig teurer werden, sollte das hohe Preisniveau beim Kerosin anhalten; das deutsche Reiserecht erlaubt Preiserhöhungen, sofern Kund:innen rechtzeitig informiert werden und ab einem Zuschlag von über acht Prozent ein Sonderkündigungsrecht besteht. Laut aktuellen Recherchen melden mehrere Branchenmedien, dass die steigenden Energiepreise viele Unternehmen nun zwingen, ihre Kalkulationsmodelle zu überdenken – das betrifft nicht nur Flüge, sondern auch Hotelpreise und Nebenkosten; außerdem hat sich gezeigt, dass einige kleinere Anbieter bereits gezwungen sind, ihre Angebote zu reduzieren oder Termine zu verschieben, während die großen Player den Druck bisher noch selbst kompensieren. Außerdem zeigen neuere Berichte, dass einige Fluggesellschaften trotzdem heimlich in den Nebenkosten Anpassungen vornehmen, etwa durch höhere Gepäckgebühren oder neue Zusatzentgelte für einzelne Service-Leistungen. Verbraucherzentralen empfehlen daher derzeit, Angebote genau zu prüfen und sich die Bedingungen für mögliche Nachzahlungen und Rücktritte aufmerksam durchzulesen. Aktuell gibt es aber keine Anzeichen für eine Welle an Reiseausfällen im Sommer 2024 – im Gegenteil: die Zahl der Buchungen für Sommer- und Herbsturlaub bleibt laut mehreren Portalen stabil, was Branchenvertreter optimistisch für den weiteren Verlauf der Saison macht.
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