Telekom setzt alles auf eine Karte: Fusion mit T-Mobile US nimmt Fahrt auf

Deutsche Telekom wirft offenbar neue Energien in den Plan, ihr US-Geschäft enger zu verzahnen. Droht Konkurrenz aus dem All?

heute 15:58 Uhr | 3 mal gelesen

Vier – offenbar gut informierte – Stimmen aus dem Umfeld der Deutschen Telekom behaupten laut "Handelsblatt": Es rumort im Konzern. Chef Timotheus Höttges, in der Branche für seine strategischen Manöver bekannt, hat jetzt eine kleine Truppe von Fachleuten abgestellt, die einen ziemlich großen Wurf vorbereiten sollen: Die Telekom und ihre US-Tochter T-Mobile könnten in einer einzigen Holding verschmolzen werden. Klingt mächtig, und tatsächlich ist das Thema in den letzten Wochen Schlag auf Schlag immer wichtiger geworden, sagen Insider. Was steckt dahinter? Offenbar bläst neuer, ungemütlicher Wind aus Richtung SpaceX – dem Unternehmen von Elon Musk. Dessen Satelliten-Arm Starlink hat nicht nur frisch einen beeindruckenden Börsengang hingelegt, sondern könnte als ernstzunehmender Riese den Mobilfunkmarkt aufrollen. Zum Vergleich: SpaceX’ Bewertung kratzt an der Zwei-Billionen-Dollar-Marke – da werden selbst T-Mobile (etwa 200 Milliarden Dollar) und die Telekom (rund 130 Milliarden Euro) zu kleinen Fischen. Bereits Ende April hatten Bloomberg und das "Handelsblatt" die Sache an die Öffentlichkeit gezerrt. Seitdem, heißt es, feilt das Telekom-Planungsteam an einer ausgefeilteren Strategie. "Elon Musk macht uns Sorgen", wird ein hochrangiger Manager aus Bonn zitiert. Öffentlich will sich indes niemand aus dem Unternehmen weiter zum möglichen Zusammenschluss äußern. Und auch SpaceX schweigt bis dato.

Die Deutsche Telekom intensiviert laut aktuellen Medienberichten ihre Bemühungen, mit ihrer US-Tochter T-Mobile zu einer einzigen Holding zu verschmelzen – angetrieben vor allem durch die massive Bedrohung durch Elon Musks SpaceX, das mit seinem Starlink-Satellitennetzwerk in den Markt drängt. Die Fusionspläne gewinnen an Bedeutung, weil Starlink nach seinem Börsengang eine noch stärkere Konkurrenz im globalen Telekommunikationsmarkt darstellt und mit einer enormen Bewertung von zwei Billionen Dollar etablierte Player wie die Telekom oder T-Mobile weit in den Schatten stellt. Aktuelle Analysen betonen, dass eine Fusion die Position der Deutschen Telekom international stärken und Synergien im Wettbewerb gegen Newcomer wie SpaceX schaffen könnte; in Branchenkreisen wird das Vorhaben als unausweichlicher Schritt betrachtet, um die wachsende Konkurrenz durch Satelliten-Internetdienste abzufedern.

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