Thüga 2025: Gemeinsam durch Turbulenzen – Energie im Schulterschluss

München – Trotz globaler Unsicherheiten, immer komplexerer Auflagen und steigendem Investitionsbedarf präsentiert sich die Thüga-Gruppe als robustes Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserversorger. Mehr als hundert Unternehmen beweisen: Nur Miteinander lassen sich Wandel und Zukunftsaufgaben wirklich stemmen.

heute 11:28 Uhr | 2 mal gelesen

„Die Energiewende spielt sich nicht auf dem Reißbrett, sondern vor Ort ab. Unsere Partnerunternehmen machen sie Tag für Tag zur Realität“, betont Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Thüga. „Das zeigt sich an ihren Investitionen in Netze, Erneuerbare, Wärmewende und Versorgungssicherheit – und an den Zahlen.“ Das Beteiligungsergebnis der Thüga AG erreichte im Jahr 2025 stolze 422,2 Mio. Euro – deutlich mehr als im Vorjahr, getrieben vor allem durch stärkere Ausschüttungen und Gewinne aus den Partnerunternehmen. Zusammen stark – und clever vernetzt Mit ihrem Programm Horizonte+2030 krempelte Thüga die Zusammenarbeit und strategische Ausrichtung weiter um: „Es geht nicht mehr nur ums Halten von Anteilen, sondern wir stärken die Partner leistungsfähiger als früher“, erläutert Alsheimer. Innovationskraft, Beratung, neue Felder – alles verzahnt sich enger. So steigen kommunale Unternehmen mit finanzieller Rückendeckung in neue Märkte ein und bewältigen die Energiewende auch wirtschaftlich tragfähig. Insgesamt wurden im Verbund fast vier Milliarden Euro ins Energiesystem investiert. „Nicht Größe zählt, sondern wie gut man zusammenarbeitet. So stemmen auch kleine Stadtwerke Großes“, sagt Alsheimer. Vier neue Regionalleiter sorgen vor Ort für mehr Kooperation und Tempo bei gemeinsamen Projekten. Mehr als Worte: Plattformen, die wirklich was bewegen Moderne, gemeinsam genutzte Systeme werden Schlüssel: Die Thüga-Abrechnungsplattform TAP etwa sorgt bald für reibungslosen Ablauf bei 33 Unternehmen. „Skalierung ist für kommunale Betriebe ein echter Gamechanger“, ergänzt Dr. Matthias Cord, stellvertretender Vorsitzender. Neue Vertriebsplattformen sind bereits in der Mache, gemeinsam mit den Partnern entwickelt und als weiteres Standbein für Versorgung und Wettbewerbsfähigkeit gedacht. Ein anderes Beispiel: Das Regioladen+-Netzwerk bündelt mittlerweile fast 1.000 öffentliche Ladepunkte. In Baden-Württemberg sicherte man sich sogar Zuschläge für 14 große Standorte bei der LKW-Ladeinfrastruktur. Solide Zahlen, stabile Basis Das bereinigte EBIT lag 2025 bei 440,6 Mio. Euro (Vorjahr 598,8), der Rückgang ist allerdings auf Wertanpassungen bei Beteiligungen und nicht auf operatieve Schwäche zurückzuführen, so Finanzvorständin Anne Rethmann. Die Eigenkapitalquote bleibt hoch, die Leverage Ratio sehr solide auf 2,12. Die größten Investitionen galten lokalen Partnern und Beteiligungen, besonders bei zwei größeren Stadtwerken. Auch bei nachlassendem Investitionstempo: Die Ausgangsbasis für Innovationen bleibt stark. Neue Wege für das große Ziel: Dekarbonisierung und Kapitalbedarf Strom, Wärme, Mobilität klimaneutral zu machen, ist riesig teuer – laut KfW-Studie sind bis 2045 über 500 Milliarden Euro nötig. Damit Stadtwerke mithalten können, will Thüga noch gezielter unterstützen, sowohl bei Innen- als auch Fremdfinanzierung. Zusätzliche Finanzierungsideen sind gefragt: Neben klassischen Krediten setzt Thüga auf Bürgerbeteiligung, Off-Balance-Investitionen und will mittels einer eigenen Plattform Projekte bündeln sowie privaten Investoren zugänglich machen. „Wir müssen Finanzierung völlig neu aufstellen, damit Transformation gelingt“, sagt Rethmann. Zuverlässigkeit für Millionen Unterm Strich prove Thüga und ihre Partnerunternehmen auch 2025, wie man trotz aller Widrigkeiten Versorgung für rund neun Millionen Menschen sichert – und Deutschlands Energiezukunft aktiv gestaltet. „Regionale Stärke und Partnerschaft bleiben unser Erfolgsrezept – heute und übermorgen“, bringt es Alsheimer auf den Punkt. Mehr Details und den vollständigen Finanzbericht: geschaeftsbericht.thuega.de Info am Rande: Thüga bleibt unter den Top-3-Energiekonzernen im Land, betreut über eine Million Wasser-Kunden, ist Riesenplayer beim Thema Wärme und Ladestationen für E-Mobilität (über 13.000 Ladepunkte), zählt zu Deutschlands Top-Produzenten für erneuerbare Energien (annähernd fünf Gigawatt Anlagenleistung) und beschäftigt mehr als 28.500 Menschen.

Die Thüga-Gruppe blickt auf ein herausforderndes, aber insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, das von einer deutlichen Steigerung des Beteiligungsergebnisses und stabilen Finanzen geprägt ist, trotz gesamtwirtschaftlichen Gegenwinds und massiven Investitionen. Besonders auffällig ist die konsequente Entwicklung gemeinsamer Plattformen und Kooperationsmodelle, darunter die Thüga-Abrechnungsplattform (TAP) und das Regioladen+-Netzwerk, die Effizienz und Innovationskraft des Netzwerks erhöhen und kleinere Versorger stärken. Recherchen zeigen, dass im deutschen Energiemarkt aktuell neben Kostendruck besonders die anstehende Wärmewende und neue Finanzierungsmodelle für Stadtwerke branchenweit Themen sind – zuletzt gab es u.a. Berichte über die schwierige Kreditvergabe in der Branche, wachsenden Bedarf an Bürgerbeteiligungen sowie die politische Diskussion um regulatorische Vereinfachungen bei Infrastrukturprojekten (vgl. FAZ, Süddeutsche, Spiegel). Neuere Analysen bestätigen: Gerade die Bündelung in Verbünden, gezielte Innovationen und flexible Kapitalmodelle werden für die Zukunftsfähigkeit kommunaler Energieunternehmen entscheidend.

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