Trump fordert Iran erneut zu Verzicht auf Atomwaffen auf

US-Präsident Donald Trump mahnt in seiner ersten State-of-the-Union-Ansprache der zweiten Amtszeit: Der Iran müsse aufhören, an Atomwaffen zu arbeiten – mit Nachdruck.

heute 06:59 Uhr | 4 mal gelesen

Trump sagte ziemlich klar: Diplomatische Lösungen seien ihm zwar grundsätzlich lieber, aber wenn es darauf ankomme, werde er keinen einzigen Schritt zurück machen – Iran dürfe nicht zur Atommacht werden. Er nannte das Land erneut den größten Exporteur von Terror und betonte, dass er notfalls militärisch durchgreifen werde, sollte sich Teheran nicht bewegen. Die USA seien aktuell durch eine massive Präsenz im Nahen Osten für jede Eventualität gewappnet, ließ Trump wissen. Über mögliche konkrete Angriffspläne schwieg er sich aber aus – vielleicht auch bewusst vage. Er erinnerte nochmals an die Angriffe aus dem letzten Sommer auf iranische Nuklearziele, sah sich darin bestärkt, aber befürchtet nun, der Iran wolle sein Atomprogramm neu forcieren. Trump ließ am Ende seiner Rede durchblicken, dass er nur eine wirklich eindeutige Aussage vom Iran akzeptieren würde: den Verzicht auf Atomwaffen, ganz ohne Wenn und Aber.

Trumps jüngste Drohungen gegen den Iran fügen sich in die seit Jahren angespannte Beziehung zwischen beiden Ländern ein. Die aktuelle Lage ist kompliziert: Die USA haben den Ausstieg aus dem Atomabkommen 2018 vollzogen und seither mehrfach neue Sanktionen gegen Teheran verhängt, während Iran sukzessive sein Atomprogramm wieder hochfährt. In internationalen Expertenkreisen wird diskutiert, wie glaubwürdig Trumps Drohungen tatsächlich sind, vor allem auch im Hinblick auf die politischen Spannungen in der Region und die Sorge, einen Flächenbrand auszulösen. Neue Entwicklungen: Inzwischen zeigt sich die iranische Führung in den Medien vorsichtig gesprächsbereit, aber auch spürbar misstrauisch gegenüber Washington. Gleichzeitig haben die europäischen Partner wiederholt versucht zu vermitteln, bisher aber ohne durchschlagenden Erfolg. Die Ungewissheit über einen möglichen Strategiewechsel in Washington nach der nächsten Wahl beeinflusst viele Entscheidungen auf beiden Seiten.

Schlagwort aus diesem Artikel