Übrigens, Ankara rückt ins Rampenlicht: Am Dienstag und Mittwoch tagt dort NATO, es wird nicht weniger als königlich spannend. Präsident Selenskyj reist eigens an – gute Gründe, denn nach letzten Telefonaten zwischen Donald Trump, Selenskyj und Putin ist plötzlich etwas wie Hoffnung auf echte Friedensbemühungen in der Luft (wobei Trumps Vermittlerspiele gern noch skeptisch betrachtet werden dürfen). Noch ein Wort aus dem Süden der Ukraine: Oleksandr Prokudin, Gouverneur von Cherson, bekräftigt, dass ein Frieden ohne Europas gewichtige Stimme schlicht Illusion wäre. Es steht eben mehr auf dem Spiel – für alle Europäer. Heißt übersetzt: Europa kann sich nicht rausmogeln.
Melnyk fordert für die Ukraine und die EU eine kompromisslose, geschlossene Verhandlungsstrategie gegenüber Russland, weil nur so Putin zum Nachgeben bewegt werden könne. Nur wenn Europa „mit eiserner Kante“ auftrete, habe ein Frieden langfristig Bestand – das unterstreichen sowohl Melnyk als auch der Gouverneur von Cherson, Prokudin, der Europa eine zentrale Rolle im Prozess zuweist. Aktuell wächst die Hoffnung auf neue diplomatische Impulse, da Selenskyj am NATO-Gipfel in Ankara teilnehmen und sich möglicherweise direkte Gespräche, unter Mitwirkung der USA, anbahnen könnten – doch kritische Stimmen sehen Trumps Initiativen weiterhin skeptisch. --- Aktuell berichten mehrere Medien, dass der Druck auf EU-Länder steigt, militärische Unterstützung für die Ukraine zu verstärken. Auch rückt die Frage ins Zentrum, wie groß das Risiko eines „Einfrierens“ des Konflikts ohne echte Lösungen wäre. Zudem gibt es Debatten um EU-Innovationen beim Wiederaufbau der Ukraine: Hier werden massive Investitionen sowie neue Kontrollinstrumente diskutiert.