Union Berlin holt ersten Sieg unter Eta – 3:1-Erfolg in Mainz

Am vorletzten Spieltag der Bundesliga hat Union Berlin beim FSV Mainz 05 einen verdienten 3:1-Auswärtserfolg gefeiert – und Cheftrainerin Marie-Louise Eta damit einen historischen Premieren-Sieg beschert.

heute 21:36 Uhr | 2 mal gelesen

Was für eine Atmosphäre im Mainzer Stadion – eigentlich war es ein Spiel ohne große Tabellendramatik, aber durchaus mit Geschichten am Rand. Die Unioner schienen heute motiviert, endlich mal wieder ein Auswärtsspiel mit Punkten zu verlassen. Vor allem, weil Marie-Louise Eta als erste Frau überhaupt die Bank eines Bundesliga-Teams hütete. Und ihre Mannschaft dankte es ihr gleich mit einer aktiv geführten ersten Halbzeit: In der 38. Minute verwertete Andrej Ilić eine clever ausgespielte Ecke, serviert von Trimmel, und nickte zum 1:0 ein. Nach der Pause konterte Mainz sofort: Nach einem wuseligen Angriff im Strafraum stand Becker goldrichtig und schob ein. Doch dann wurde es für Union fast einfacher, je länger die Partie dauerte – offenbar hatten sie einfach mehr Biss. Oliver Burke war es, der Union in der 88. erneut jubeln ließ. Und kurz darauf legte Juranović sogar noch einen drauf. Nebenbei: Die Partie wurde mehrmals durch Tennisbälle unterbrochen, aus Protest gegen Sonntagsspiele. Eine Szene am Rande, die irgendwie auch zum modernen Fußball dazugehört – Fanproteste, Unmut, Leidenschaft. Ach ja, und ein nahendes Unwetter sorgte schließlich für einen hastigen Abgang vieler Zuschauer. Trotz allem: ein historischer Abend für Berliner und eine Trainerin, die jetzt Bundesliga-Geschichte geschrieben hat.

Union Berlin hat am 33. Bundesliga-Spieltag mit 3:1 in Mainz gewonnen und damit nicht nur drei weitere Punkte geholt, sondern Cheftrainerin Marie-Louise Eta einen bedeutsamen Einstand ermöglicht: Sie ist die erste Frau, die ein Bundesliga-Herrenteam als Cheftrainerin betreute – und dies gleich mit einem Sieg. Während die Europa-Plätze für beide Teams zuvor schon weit entfernt schienen, ging es Union vor allem um den versöhnlichen Saisonabschluss und eine Art Aufbruchsstimmung unter einer neuen Übungsleiterin. Das Spiel war von zahlreichen Unterbrechungen geprägt – die Fans nutzten Tennisbälle als Protestmittel gegen Sonntagsspiele, eine Aktionsform, die sich in der Bundesliga inzwischen etabliert hat. Laut aktuellen Recherchen in deutschen Medien wurde Etas Debüt von zahlreichen Experten beobachtet und als historisches Signal für mehr Diversität im Profi-Fußball gewertet. Im Zusammenhang mit weiteren Bundesliga-Nachrichten sorgt aktuell auch der eng geführte Abstiegskampf für Schlagzeilen, und mehrere Teams zittern noch vor dem letzten Spieltag um den Klassenerhalt.

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