Unternehmensberatungen in Deutschland: Hoffnung auf erneuten Aufschwung 2026 – KI als Kraftfeld und Risiko zugleich

Ein schwaches Jahr 2025, aber vorsichtiger Optimismus für 2026: Die deutsche Consultingbranche sieht Licht am Ende des Tunnels – getrieben von einer Mischung aus digitalem Wandel, dem Druck zu mehr Effizienz und einem kräftigen Schub durch Künstliche Intelligenz. Wie nachhaltig das angepeilte Wachstum wirklich ist und welche Beratungsfirmen jetzt besonders umdenken müssen, zeigt die neue BDU-Studie.

heute 13:22 Uhr | 3 mal gelesen

2025 sah für Deutschlands Unternehmensberatungen eher durchwachsen aus. IT- und Strategieberatung haben trotz wirtschaftlichen Gegenwinds zugelegt, während klassische Felder wie HR oder Prozessberatung leicht abrutschten. Ein Grund: Transformations- und Effizienzdruck pressten aus den Projekten mehr Rechtfertigung als je zuvor. Die Prognose für 2026 weckt jedoch Hoffnung – nahezu alle Beratungsfelder sollen wieder zulegen, besonders Strategie- und IT-Beratung sind weiterhin gefragt. Kleinere Beratungshäuser geraten aber nach wie vor ins Straucheln, während große Player flexibler auf den Wandel reagieren können. Besonders hart traf es Unternehmen mit weniger als einer Million Umsatz. KI wird indes immer mehr zum alles bestimmenden Faktor. Im vergangenen Jahr schoss das Wachstum im Feld Künstliche Intelligenz geradezu in den Himmel – und soll 2026 sogar weiter steigen. Beratungen profitieren einerseits, weil sie die neuen Technologien verkaufen – müssen aber andererseits selbst tiefgreifende Anpassungen stemmen. Wer jetzt auf künstliche Intelligenz, Automatisierung und neue Kundenbedürfnisse nicht eingeht, droht unterzugehen. Auffällig: Vor allem Energie, Versorger und die öffentliche Hand geben Gas. Mit Abstand stärkstes Wachstum ist dort zu spüren, während Bau und Autoindustrie von Krisenstimmung geprägt sind. Im kommenden Jahr könnten sich jedoch sogar Teile der Industrie berappeln, wobei Maschinenbau besonders hoffnungsvolle Aussichten genießt. Der BDU, mit rund 600 Mitgliedsunternehmen und 19.000 Beraterinnen und Beratern, sieht die Branche an einem Scheideweg, an dem Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit über Sein oder Nichtsein entscheiden.

Nach der aktuellen BDU-Studie stagnierte das Wachstum der deutschen Beratungsbranche 2025, Hoffnung auf eine Erholung besteht aber für 2026, wenn KI getriebenes Geschäft und ein breit abgestütztes Branchenwachstum anziehen sollen. Insbesondere große Beratungen können noch von Skaleneffekten profitieren, während kleine Häuser häufig unter Flexibilitäts- und Innovationsdruck leiden – und nicht selten mit Umsatzrückgängen kämpfen. Gleichzeitig sind fast alle Beratungsfelder im Umbruch, mit KI als Schlüsselfaktor: Sie beschleunigt Beratungsprojekte und verändert Geschäftsmodelle, was für viele Anbieter Risiko und Chance gleichermaßen bedeutet. Recherche zeigt, dass laut t3n und FAZ zahlreiche Beratungen in neue KI-Tools und Mitarbeiterweiterbildung investieren, um Schritt zu halten. Die Unsicherheit in der Wirtschaft – etwa rund um geopolitische Spannungen, Energiepreise und die schleppende Digitalisierung in deutschen Behörden – prägt das Beratungsgeschäft ebenfalls. Auch das Wachstum in Energie- und Public-Sector bleibt auffällig, während andere Kernbranchen wackeln und Transformationsdruck zu immer mehr Projektdruck führt.

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