Manchmal wirkt es beinahe widersprüchlich: Digitalisierung hier, Zettelwirtschaft da – und zwischendrin die VLH (Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.), die beide Welten miteinander verbindet. Mit etwa 1,3 Millionen Mitgliedern und circa 3.000 Beratungsstellen ist der Verein ein Gigant im Steuerberatungsgeschäft. Die Hauptverwaltung in Neustadt ist groß, fast schon ein lebendiger Ameisenhügel, in dem digitale Entwicklung und menschlicher Kontakt Hand in Hand gehen. Seit den 70ern am Start, schwört man nach wie vor auf das Persönliche – niemand wird hier mit Algorithmen allein gelassen.
Allerdings: Moderne Zeiten erfordern flexible Antworten. Die App "MeineVLH" steht bisher sinnbildlich für den digitalen Aufbruch. Steuerbelege hochladen, Videotermine, digitale Unterschriften – klingt nach Steuerberatung von morgen, ist aber schon heute Teil des Alltags. Trotzdem: Wer’s lieber persönlich mag, kann das auch weiterhin haben. Dieses Nebeneinander von Altbewährtem und Technikneuerung ist selten so harmonisch wie hier.
Interessant wird’s für diejenigen, die überlegen, Beratungsstellenleiterin oder -leiter zu werden. Die VLH bietet ein fertiges Umfeld, Bekanntheit, jede Menge Unterstützung und nimmt einem vieles – von Marketing bis Administration – ab. Klingt verlockend, besonders in einer Welt, in der viele auf selbstgebastelte Start-ups setzen und doch mit Komplexität kämpfen.
Im Hintergrund steht seit Kurzem eine Vision 2035, irgendwo zwischen Teamgeist und Selbstbewusstsein angesiedelt. "Gemeinsam weiter" heißt das Schlagwort – klingt zunächst nach Werbe-Bingo, aber die Strategie scheint echt Fahrt aufzunehmen. Altlasten werden nicht auf Teufel komm raus abgeschüttelt, sondern mit frischen, modernen Ideen aufgepolstert. Der Vorstand rund um Jörg Strötzel setzt klare Linien: Die VLH soll weiterhin nicht nur die größte, sondern auch die modernste Anlaufstelle in Sachen Lohnsteuerhilfe bleiben.
Unterm Strich: Hier trifft persönlicher Austausch auf App und Chat. Für die Zukunft wappnet sich die VLH mit einem ungewöhnlichen Mix aus Tradition, Technik und – wie könnte es anders sein – der festen Überzeugung, dass Menschlichkeit nie ganz von Maschinen ersetzt werden wird.
Die VLH geht mit 1,3 Millionen Mitgliedern gestärkt in die Zukunft und hat eine groß angelegte Digitalisierungsstrategie lanciert, die Videoberatung, digitale Dokumentenverwaltung und eine App umfasst. Im Markt für Lohnsteuerhilfevereine bietet sie ein Hybridmodell aus persönlicher Beratung und digitalen Prozessen, das sich insbesondere bei der Mitgliedergewinnung und bei der Ansprache von potenziellen Beratungsstellenleitenden als Vorteil erweist. Neueste Berichte zeigen, dass die Nachfrage nach persönlicher Steuerberatung trotz Automatisierung und KI-Anwendungen weiterhin hoch ist – vor allem, weil viele Steuerpflichtige in Deutschland individuelle Sorgen oder Unsicherheiten haben, die sich nicht rein digital lösen lassen. Anders als bei einigen rein digitalen Anbietern, bleibt bei der VLH der persönliche Draht das zentrale Qualitätsmerkmal. Ergänzend gibt es Hinweise, dass das Berufsbild des Beratungsstellenleiters bei der VLH auch künftig interessant bleibt, da Fortbildung, administrative Unterstützung und ein starkes Netzwerk dem Einzelnen den Rücken stärken. Die Weiterentwicklung der Organisation wird durch eine zukunftsorientierte Vision mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, moderner Führung und einer wertebasierten Unternehmenskultur flankiert.