Verzögerungen drohen: Staatliches Altersvorsorgedepot steht auf der Kippe

Das avisierte staatliche Altersvorsorgedepot schwankt – und könnte deutlich später starten als bislang geplant.

heute 07:29 Uhr | 5 mal gelesen

Eigentlich sollte ab 1. Januar 2027 das staatlich unterstützte Standarddepot für die private Altersvorsorge parallel zu den Angeboten privater Anbieter bereitstehen. Doch aktuell sieht es düster aus: Laut Berichten – etwa vom 'Handelsblatt' – ist es sehr fraglich, ob das klappen wird. Ein Großteil der To-Dos bleibt nebulös. Wer wird die Zahlungen verwalten? Wer rettet sich hier in eine neue Bürokratie? Offensichtlich weiß das niemand so genau. Bundesbank und der Kenfo-Staatsfonds könnten zwar Gelder managen, aber eben nicht die riesige Masse an individuellen Depots und die damit verbundene Flut an Anfragen und Betreuung, die wohl nötig wäre. Kein Wunder, dass man jetzt schon von einem richtigen Kraftakt spricht – und von einer europaweiten Ausschreibung, die Monate verschlingen würde. Das Bundesfinanzministerium, offenbar überzeugt von der eigenen Zeitplanung oder einfach nur trotzig, hält derweil an 2027 fest. Die Formulierung, dass 'alle Anbieter ein günstiges Standarddepot anbieten müssen', wirkt ein wenig wie ein rhetorisches Versteckspiel: So richtig klar ist nicht, ob das staatliche Standardmodell wirklich pünktlich startklar sein wird. Eines ist aber sicher: Die Politik will mit dem Depot die private Vorsorge durch Anreize – etwa Steuervorteile und Kinderzulagen – kräftig ankurbeln. Ob der Plan aufgeht, bleibt aber mehr als offen. Vielleicht sieht man sich am Ende 2027 doch noch in der Warteschlange.

Das staatliche Standarddepot zur privaten Altersvorsorge sollte kommenden 2027 starten, doch organisatorische Hürden könnten dies verhindern: Unklar ist weiterhin, welche staatliche Stelle für Verwaltung und Betreuung zuständig sein wird und wie die notwendigen Strukturen geschaffen werden sollen. Auch die zwingend erforderliche EU-weite Ausschreibung droht den Zeitplan empfindlich ins Wanken zu bringen, während das Bundesfinanzministerium offiziell zwar noch Optimismus verbreitet, hinter den Kulissen aber offenbar Zweifel wachsen. Aus jüngsten Berichten, etwa in Tagesschau und Süddeutscher Zeitung, klingt durch, dass gerade die Komplexität bei der laufenden Verwaltung, der Kontaktaufnahme mit Hunderttausenden Kunden sowie die IT-Infrastruktur die Hauptstreitpunkte und Bremsfaktoren darstellen. Insgesamt bleibt das Projekt für Bürgerinnen und Bürger weiterhin unsicher – und mit Blick auf die aktuell wieder hitzige Renten- und Vorsorgedebatte gewinnt das Thema an zusätzlicher politischer Brisanz.

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