Weihnachten in Gefahr? Weimer kritisiert AfD-Pläne zu Feiertagen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer äußert seine Besorgnis, dass eine Regierung unter AfD-Führung traditionelle christliche Feiertage wie Weihnachten durch heidnisch-germanische Feste ersetzen könnte.

heute 06:59 Uhr | 4 mal gelesen

Manchmal fragt man sich ja, was in Parteizentralen so diskutiert wird, wenn draußen der Regen ans Fenster trommelt. Genau so eine Szene sorgt nun für Unruhe: Im "Stern" gab Wolfram Weimer zu Protokoll, wie im Inneren der AfD lauter Vorschläge kursieren, christliche Feiertage zu streichen und stattdessen etwa das Julfest zu feiern. Zugegeben, beschlossen wurde das letztlich nicht – aber der bloße Gedanke, uralte Traditionen durch völkische Symbolik zu ersetzen, lässt aufhorchen. Weimer hat da eine klare Meinung (und auch eine klare Parteinahme): Für ihn ist Weihnachten nicht bloß ein Datum im Kalender, sondern ein kultureller Anker. Dieses Herumdrehen an der kulturellen Speisekarte kritisiert er scharf, weil – so seine Feststellung – die Prägung durch die christlich-jüdische Geschichte so tief reicht, dass ein radikaler Umbruch praktisch eine Neudefinition der deutschen Identität bedeuten würde. Irgendwo zwischen Wintersonnenwende und Glühwein steht plötzlich die Frage: Ist das patriotischer Neuanfang oder ein Rückfall ins ideologische Treibholz aus dem 19. Jahrhundert? Weimer jedenfalls sieht in den AfD-Plänen einen offen antikirchlichen Reflex – und empfiehlt, vor dem Wählen einmal ehrlich zu überlegen, ob ein Julfest Weihnachten wirklich ersetzen kann. Seine Haltung ist da eindeutig: Wenn Weihnachten mehr ist als Kommerz, dann ist das Kreuz an der richtigen Stelle sicher nicht bei der AfD.

Weimer warnt davor, dass die AfD eine Abkehr von christlichen Feiertagen zugunsten einer Rückkehr zu heidnisch-germanischen Bräuchen plant – auch wenn entsprechende Anträge auf Parteitagen bisher gescheitert sind. Er sieht darin keinen harmlosen Kulturwandel, sondern den Versuch, die wertprägende christlich-jüdische Tradition zu kappen und durch nationalistische Symbolik zu ersetzen. In aktuellen Berichterstattungen wird kritisch diskutiert, wie weit sich die AfD von religiösen wie auch liberalen Grundwerten und Traditionen abgrenzt und welche Bedeutung dies für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hätte. Zusätzliche Recherchen zeigen: Die AfD versucht sich weiter als Anti-Establishment-Partei zu profilieren, während vielerorts Proteste und Diskussionen über die Bedeutung christlicher Feste und die Identität Deutschlands zunehmen.

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