Wall Street legt am Ostermontag zu: Hoffnung auf Deeskalation im Iran beeinflusst Märkte
Am Ostermontag konnten die US-Börsen kräftig zulegen. Der Dow Jones schloss bei 46.669 Punkten, was einem Anstieg von 0,4 Prozent entspricht. Auch S&P 500 und Nasdaq 100 verbuchten Gewinne – eine Reaktion auf Meldungen über mögliche diplomatische Bewegungen im Iran-Konflikt, obwohl konkrete Fortschritte bislang ausblieben. Gleichzeitig sorgten neue Drohungen aus den USA gegenüber dem Iran jedoch für Unsicherheit.
06.04.26 22:21 Uhr | 3 mal gelesen
So ganz trauen offenbar viele das Börsenglück nicht: Der Optimismus rund um ein mögliches Ende der Kampfhandlungen im Iran steht auf ziemlich wackeligen Beinen. Zwar schielt die Wall Street auf die jüngsten Schlagzeilen über indirekte Gespräche zwischen Washington und Teheran – echte Signale der Entspannung gibt es aber kaum, im Gegenteil: US-Präsident Trump heizte die Spannungen weiter an und sprach offen über eine Verschärfung der Drohkulisse ab Mittwoch. Nebenbei bewegte sich auch das Währungen- und Rohstoffkarussell: Der Euro gewann leicht an Boden und kostete am Abend 1,1544 Dollar, während Gold abtauchte (4.655 US-Dollar je Feinunze, minus 0,5 Prozent). Öl dreht jedoch nach oben – Brent-Öl legte etwas zu und notierte zuletzt bei 109,60 US-Dollar je Barrel. Börse atmet also auf – dennoch: Niemand weiß, wie lange das Luftholen anhalten wird.
Während die Welt gespannt auf die Entwicklung im Iran blickt, nehmen die Aktienmärkte die Möglichkeit einer etwaigen Entspannung vorweg – trotz der Warnungen und erneuten Drohungen von US-Präsident Trump. An den Finanzmärkten sorgt die Hoffnung auf ein vorläufiges Innehalten im Konflikt für Gewinne, doch Analysten mahnen zur Vorsicht: Sollte sich die Lage erneut zuspitzen, wäre das Börsenhoch schnell gefährdet. Hintergrund: In den letzten Tagen wurde bekannt, dass es zu geheimen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran gekommen sein könnte, doch eine eindeutige Entschärfung ist bislang nicht in Sicht.