Wo die Pferde tanzen: Das Kappadokien-Reiterfestival lädt ein

Ballonfieber, Feenkamine, verborgene Höhlen – Kappadokien zieht seit Jahren Ströme von Reisenden an, über 4,5 Millionen zuletzt. Nun will die Region eine alte Tradition neu entfachen: Im Juli erwartet Besucher ein mitreißendes Reiter- und Pferdefestival auf dem Gelände von Göreme, das tief in die Seele dieser Landschaft blickt.

heute 10:03 Uhr | 3 mal gelesen

Wer Kappadokien bloß als Instagram-Kulisse für Ballonfahrten sieht, hat das eigentliche Herz verpasst: Pferde. Nicht umsonst stammt der Name selbst vom altpersischen 'Katpatukya' – Land der schönen Pferde. Vom 3. bis 5. Juli füllt sich Göreme mit schnaufenden Vierbeinern, Reiterinnen, Reitern, Schaulustigen und Neugierigen. Es wird aber weit mehr als nur Galopp geboten: Berittene Bogenschützen wirbeln zwischen Staub und Trommelwirbel, Pferderennen durchziehen das Gelände, und in kleineren Arenen werden Kinderspiele und traditionelle Wettbewerbe wie Cirit – eine Art Speerwerfen zu Pferd – ausgetragen. Manche sagen, Kappadokien ließe sich eigentlich nur zu Pferd richtig begreifen – Araber, Anatolier, Kreuzungen, sie wirken wie geschaffen für die bizarren Felsen und das weite Hochland. Neben Action gibt’s Denkfutter: Wer mag, kann Ausstellungen und Vorträge über Reitkulturen besuchen oder bei einer Podiumsdiskussion debattieren, wie Tradition aufs 21. Jahrhundert trifft. Unvergesslich dürften zudem Ausritte vor surrealer Kulisse sein, bei denen selbst Ungeübte einen Hauch der Vergangenheit spüren. Abends wird’s meist gemütlich: Live-Musik, regionale Küche mit Michelin-Prädikat (wer hätte das gedacht!), Wein und die Aussicht auf Feenkamine im Abendlicht. Und während anderswo Festivals auf Effekte setzen, punktet Kappadokien mit Authentizität. Für viele Besucher ist der Mix aus Herzlichkeit, Herkunft und Landschaft der eigentliche Star – ich persönlich würde die Höhlenhotels und das UNESCO-Göreme-Museum empfehlen, um dem Unerwarteten wirklich zu begegnen. Kurz gesagt: Wer einmal Pferden im Licht der südanatolischen Abendsonne zusehen will, ist hier genau richtig. Man muss die Liebe zu Tieren nicht mitbringen – aber man könnte sie mitnehmen.

Das Festival der Pferde in Kappadokien ist viel mehr als ein Regionalereignis. Es verbindet jahrtausendealte Reitkultur und Pferdezucht mit einem bunten Fest – von berittenem Bogenschießen und traditionellen Shows bis zu Podiumsdiskussionen über die Bedeutung von Pferden in der heutigen Zeit. Laut neuesten Medienberichten schätzt man, dass die Bedeutung solcher Feste auch für nachhaltigen Tourismus und den Schutz regionaler Handwerkskunst steigt. Aktuelle Eindrücke aus der Region zeigen, dass sich sowohl Tourismusexperten als auch die lokale Bevölkerung von dem Festival weiterhin nachhaltige Impulse erhoffen. Die Einbindung von Musik und Gastronomie, sogar mit Einflüssen der international ausgezeichneten Küche Nevşehirs, hebt Kappadokien aus der Masse der Eventregionen heraus. Zugleich bleibt die UNESCO-geadelte Kulturlandschaft ein Magnet für Reisende: Neueste Beiträge aus den großen Medienhäusern betonen, dass sich Kappadokien gerade in dieser Saison über anhaltende Besucherströme freuen kann – wobei Pferdetourismus und regionale Bräuche eine Renaissance erleben.

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