Zuwanderung in die EU auf Höchststand – Neue Zahlen offenbaren Dynamik

So viele Menschen wie noch nie zuvor sind in den vergangenen Jahren in die Europäische Union zugewandert.

heute 07:03 Uhr | 2 mal gelesen

Eine aktuelle Untersuchung der privaten Rockwool Foundation (RF), über die der 'Münchner Merkur' berichtet, zeigt einen bemerkenswerten Zuwachs an im Ausland geborenen Menschen innerhalb der EU – 64,2 Millionen waren es demnach im Jahr 2025. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von rund 2,1 Millionen. Zum Vergleich: 2010 lag der Wert noch bei 40 Millionen. Deutschland ist – sowohl absolut als auch relativ – das Hauptziel. Sage und schreibe 18 Millionen hierzulande lebende Menschen sind im Ausland geboren. Der Leiter des RF-Forschungszentrums, Tommaso Frattini, betont, dass die Entwicklung innerhalb Europas ein recht uneinheitliches Bild ergibt. Einige Länder erleben einen sprunghaften Zuwachs, andere bleiben eher im Mittelfeld. Neben Deutschland haben etwa Spanien (starkes Wachstum auf 9,5 Millionen, plus 700.000 im letzten Jahr) oder kleinere Staaten wie Luxemburg, Malta und Zypern, bezogen auf ihre Bevölkerungsgröße, besonders hohe Quoten – manchmal fast unbemerkt im öffentlichen Diskurs. Interessant finde ich, dass auch die Herkunftsländergruppen sich unterscheiden: Während Deutschland vor allem Menschen aus Konfliktregionen wie Afghanistan und Syrien aufnimmt, sind es in Spanien vor allem Personen aus Lateinamerika. Italien und Frankreich haben wiederum ein 'bunteres' Bild. Und irgendwie erzählen diese Zahlen auch davon, wie unterschiedlich Zugänge in Europa sind – und wie fragmentiert, ja fast zufällig Migrationspolitik oft wirkt.

Die neueste RF-Studie zeigt, dass die Zahl der Migrant:innen in der EU ein Rekordhoch erreicht hat: Im Jahr 2025 lebten 64,2 Millionen im Ausland geborene Menschen in den Mitgliedstaaten. Bemerkenswert ist die ungleiche Verteilung: Deutschland, Spanien und einige kleine Länder tragen überdurchschnittlich zur Aufnahme bei – wobei die Migration insbesondere von politischen Krisen, Arbeitsmarktchancen und historischen Beziehungen beeinflusst ist. Laut Recherchen der Tagesschau sind zuletzt besonders viele Menschen aus afrikanischen Ländern und der Türkei nach Deutschland gekommen, während Spanien vermehrt Flüchtlinge aus Lateinamerika verzeichnet; die Diskussion über eine einheitliche europäische Asylpolitik bleibt weiterhin umstritten. Auch die EU-Kommission steuert gegen: Aktuell wird der „EU-Migrationspakt“ verabschiedet, der einheitlichere Verfahren und eine gerechtere Verteilung zum Ziel hat. Darüber hinaus wird zunehmend über legale Einwanderungswege und Stärkung der Grenzkontrollen beraten, um irreguläre Zuwanderung besser zu steuern.

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