AfD weiter auf Höhenflug in Sachsen-Anhalt – CDU rutscht ab

Mit weniger als sechs Wochen bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt scheint die AfD laut einer neuen Infratest-Umfrage unangefochten an der Spitze zu stehen – die CDU verliert an Rückhalt.

heute 11:05 Uhr | 3 mal gelesen

Laut aktueller Umfrage, die im Auftrag mehrerer Medien – darunter MDR, WDR, Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme – durch Infratest durchgeführt wurde, erzielt die AfD derzeit 41 Prozent Zustimmung. Im Gegensatz zur letzten Erhebung im Mai büßt die CDU zwei Prozentpunkte ein und steht nun bei 24 Prozent. Die Linke kann sich leicht steigern und schafft 13 Prozent. Die SPD verharrt bei 7 Prozent, die Partei BSW ebenfalls stabil bei 4 Prozent, während die Grünen ein wenig zulegen und jetzt bei 5 Prozent notieren. Die FDP bleibt abgeschlagen und taucht nicht mehr gesondert in der Auswertung auf. Wenn dieses Meinungsbild bei der Wahl so bliebe, hätte die AfD zwar keine absolute Mehrheit, aber ein beachtliches Resultat, das die politische Landschaft der Region weiter verschieben dürfte. Bei der Frage, wen die Bevölkerung an der Regierung sehen will, liegt die AfD (44 Prozent) nur knapp vor der CDU (43 Prozent), doch eine Koalition der beiden Parteien wird von 60 Prozent der Befragten abgelehnt. Bemerkenswert: Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Landesregierung wächst, nur noch knapp ein Drittel der Sachsen-Anhalter bewertet deren Arbeit positiv, wobei vor allem AfD-Wähler ein vernichtendes Urteil fällen. An der Umfrage, die zwischen dem 23. und 28. Juli lief, nahmen insgesamt 1.149 Bürgerinnen und Bürger teil – telefonisch und online. Die Landtagswahl ist für den 6. September angesetzt. Und: Ob die Grünen knapp ins Parlament kommen oder nicht, kann letztlich die Schwelle zur absoluten Mehrheit für die AfD entscheidend beeinflussen.

Die aktuelle Infratest-Umfrage zeigt einen markanten Vorsprung der AfD in Sachsen-Anhalt: Während die CDU schwächelt, bleibt die Partei mit rechtspopulistischem Kurs stabil auf Platz eins. Die politische Dynamik wird zusätzlich durch eine sehr kritische Stimmung gegenüber der amtierenden Landesregierung beeinflusst – insbesondere unter AfD-Anhängerinnen und -Anhängern ist die Unzufriedenheit ausgeprägt. Sollte das Wahlergebnis sich ähnlich gestalten wie jetzt prognostiziert, könnte die AfD möglicherweise historische Höchstwerte erreichen, wobei ihr Kurs zwischen Isolation im Parlament und Machtoption schwankt. Neueste Recherchen zeigen, dass die Bundespolitik einen wachsenden Einfluss auf das ostdeutsche Wahlverhalten hat, insbesondere in Bezug auf Migration, Energiepreise und wirtschaftliche Unsicherheit, was die Partei weiter stärkt. Debatten über mögliche Brandmauern gegenüber der AfD polarisieren zudem die politischen Lager, wobei sich die CDU sowohl bundes- als auch landesweit schwer damit tut, eine klare strategische Linie zu finden.

Schlagwort aus diesem Artikel