Matto Barfuss Conservation Trust: Neue Wurzeln im Herzen Botswanas

Rheinau – Es ist amtlich: Nach dem Startschuss in Deutschland hat die Matto Barfuss Stiftung nun auch im fernen Botswana Fuß gefasst. Die frische Gründungsurkunde für den Matto Barfuss Conservation Trust liegt auf dem Tisch – ein weiterer Baustein für den Schutz afrikanischer Raubkatzen.

heute 11:21 Uhr | 2 mal gelesen

Löwen und Geparden sind in der Weite Botswanas zu Hause, doch ihr Lebensraum bleibt bedroht – und genau da will die Matto Barfuss Stiftung ansetzen. "Wer glaubt, einzelne Arten ließen sich isoliert bewahren, verkennt die Verflechtungen der Natur", so Matto Barfuss, Gründer, Dickkopf und leidenschaftlicher Erzähler. Öffentlichkeitswirksame Aktionen? Klar, aber der eigentliche, handfeste Artenschutz ist meistens unsichtbar und manchmal so spröde wie die Erde der Savanne nach einem langen Winter.

Barfuss, bekannt als Künstler und Filmemacher, gleicht das mit Leidenschaft und Bildern wieder aus – und punktet auch mit ehrlicher Zusammenarbeit. Artenschutz bedeutet für das Team: Aufklärung in den Schulen, Lösungen gegen Mensch-Tier-Konflikte (denn jedes Jahr sterben viele Wildtiere – und leider auch Menschen) und kreative Ideen, um Ökologie und Ökonomie miteinander zu versöhnen. Denn Migration – das ist im Tierreich nicht weniger komplex als bei uns Menschen: Wildtierkorridore sind das Rückgrat des Überlebens.

Erstaunlich, aber wahr: In Botswana riskieren Kinder auf dem Schulweg regelmäßig gefährliche Begegnungen mit Elefant & Co. Das Buch 'The Wildlife at my Home' – seit 2004 schon 55.000-mal verteilt – hilft, Risiken zu vermeiden, Wissen zu fördern und die Faszination für die wilden Nachbarn zu wecken. Jetzt bringt die Digitalisierung das Angebot sogar aufs Tablet, sodass Lernen auch in entlegensten Dörfern möglich wird.

33 Jahre Afrika-Erfahrung, rund 20 Jahre mit Schwerpunkt Botswana – Matto Barfuss ist kein Unbekannter. Er betreibt zudem eine Reiseagentur, die auf nachhaltigen, artenschonenden Tourismus pocht, weil Wildschutz vor allem lokalen Menschen echte Lebensperspektiven eröffnen muss. Massentourismus dagegen? Eher Gift als Lösung.

Gemeinsam mit Sharon Bayatseng, einer jungen Hoffnungsträgerin aus Botswana, will die Stiftung jetzt in Maun, dem Tor zum Okavango Delta, ein Büro etablieren. Ziel: Bildung, Netzwerke und Stolz auf das eigene Land stärken, Korruption vorbeugen, vor allem aber – frischen Schwung bringen. Die Vision: Europäische und botswanische Schulen zusammenbringen, um eines der drängendsten Probleme der Gegenwart – den massiven Artenverlust – grenzübergreifend anzugehen.

Noch ein Seitenblick: All diese großen Pläne leben vom Engagement jeder Generation – und am meisten von jenen, denen die Zukunft gehört. Und wenn Barfuss ein Problem erkennt, dann packt er es wortwörtlich barfuß an.

Die Matto Barfuss Stiftung wurde nun unter dem Namen Matto Barfuss Conservation Trust auch in Botswana offiziell gegründet, um den Schutz von Löwen, Geparden und deren Lebensräumen dort gezielt zu stärken. Zu den Hebeln des Engagements gehören Bildungsprogramme für Kinder und Eltern, konfliktlösende Ansätze zwischen Mensch und Tier und nachhaltige Ökotourismus-Konzepte, die Wildschutz ökonomisch attraktiv machen sollen. Den Machern ist der laufende Austausch zwischen Europa und dem Süden Afrikas wichtig, um das Vorhaben langatmig und gemeinschaftlich zu gestalten. — Recherchen zeigen, dass Botswana sich aktuell auch politisch als wichtiger Akteur in der Wildtierkonservation positioniert, etwa durch die Bewahrung großer Tierwanderungsrouten trotz Entwicklungstrends, wie auf Quelle: Die Zeit berichtet wird. Außerdem greifen Initiativen zur Eindämmung illegalen Wildtierhandels und neue Schulsysteme, die Artenschutzwissen explizit in den Lehrplan nehmen (vgl. Quelle: Spiegel Online). Zugleich betonen Akteure vor Ort, dass nachhaltiger Tourismus nicht nur Bewusstsein schärft, sondern auch Einnahmen schafft, um lokale Gemeinschaften einzubinden, wie mehrere Blogs und Hintergrundberichte unterstreichen. In Summe passt die Initiative von Matto Barfuss in ein breiteres gesellschaftliches Engagement für Wildlife und einen sensibleren Umgang mit natürlichen Ressourcen in Botswana.

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