DIW-Studie: Späterer Renteneintritt könnte Milliarden sparen

Würde das Eintrittsalter für die Frührente um ein Jahr auf 64 steigen, könnte der Staat jährlich gut 700 Millionen Euro je Rentnergeneration einsparen. Das zeigt eine aktuelle Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

heute 11:38 Uhr | 1 mal gelesen

Laut einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erstellt für die Bertelsmann-Stiftung, hätte eine Verschiebung des frühesten Renteneintritts von 63 auf 64 Jahre spürbare Folgen: Nicht nur das Staatsbudget würde stark entlastet – das DIW spricht von mehr als 700 Millionen Euro pro betroffenem Jahrgang –, auch der Arbeitsmarkt könnte profitieren. Immerhin blieben dem Arbeitsmarkt dadurch schätzungsweise 31.000 zusätzliche Vollzeitkräfte erhalten. Für den einzelnen Versicherten wäre der Effekt sogar überraschend positiv: Da sich die Rentenabschläge verringerten und ein Jahr längere Erwerbsarbeit zu mehr Rentenpunkten führt, könnte die monatliche Auszahlung der Rente im Schnitt um etwa drei Prozent steigen. Natürlich gibt es Diskussionen – nicht alle finden das gerecht oder praktikabel. Aber Zahlen lügen selten. Man fragt sich beinahe, warum das Thema politisch so zäh verhandelt wird.

Im Kern argumentiert die DIW-Studie, dass eine Anhebung des frühestmöglichen Renteneintrittsalters der gesetzlichen Rentenversicherung enorme Einsparungen brächte, ohne die Einzelnen zwingend zu benachteiligen – im Gegenteil: Viele kämen unterm Strich mit einer leicht höheren Rente weg. Wie aktuelle Medien erwähnen, ist die Rentendebatte in Deutschland weiterhin umstritten; insbesondere Gewerkschaften und Sozialverbände sehen einen höheren Druck auf körperlich arbeitende Menschen, während Ökonomen aufs System schauen. Neuere Nachrichten berichten außerdem über anhaltende Beratungen zu nachhaltigen Rentenreformen und den demografischen Wandel, der zunehmend als politisches Megathema gilt.

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