Steffen Bilger, der neue Verkehrsminister, bringt deutliche Zweifel an den bisherigen Bahnsanierungsplänen zum Ausdruck – für ihn ist der gegenwärtige Fortschritt schlicht nicht zufriedenstellend. Weder die Anzahl der Streckensperrungen noch die versprochenen Verbesserungen scheinen im geplanten Tempo einzutreten. Interessanterweise läuft parallel eine öffentliche wie politische Debatte darüber, ob das derzeitige Vorgehen am Sanierungsstau und an der allgemeinen Unzuverlässigkeit des Netzes überhaupt etwas ändert. Dazu kommt: Kürzlich veröffentlichte ein Gutachten im Auftrag des Bundestages scharfe Kritik am langwierigen Planungsprozess bei DB-Infrago. Neue Vorschläge reichen von einer Taskforce zur Prüfung einzelner Bauvorhaben bis hin zur stärkeren Einbindung von Privatunternehmen. Zeitgleich mehren sich Stimmen, die auf eine bessere Einbindung der Pendler und regionale Schienennetze pochen. In den vergangenen Tagen gab es etliche Berichte über wachsende Frustration nicht nur unter Politikern, sondern auch bei Reisenden und Unternehmen, die auf die Bahn angewiesen sind.
30.07.26 11:21 Uhr