Mit der gestern besiegelten Zusammenarbeit wollen das Bundesdigitalministerium und der Databund einen Anstoß zur beschleunigten Digitalisierung Deutschlands, speziell im Verwaltungsapparat, geben. Mittelständische IT-Firmen sollen künftig nicht mehr außen vor, sondern aktiv an der Entwicklung und Implementierung neuer Strukturen beteiligt werden. Gerade im Schulterschluss mit der Verwaltung könnte so der 'Digitalisierungsstau' aufgelöst werden, wie viele Beobachtende hoffen; gleichzeitig bleibt abzuwarten, inwiefern die administrativen Prozesse tatsächlich flexibel und offen genug für den Input und die Agilität kleiner und mittlerer Unternehmen sind. Erweiterte Fakten: Der Schritt ist Teil der Reaktion auf Deutschlands Rückstand bei der digitalen Verwaltung, wofür oft eine kleinteilige Bürokratie und das Fehlen standardisierter Schnittstellen verantwortlich gemacht werden. Laut Zahlen der Bundesbehörden sind bislang nur rund 40% der Verwaltungsdienstleistungen bundesweit digital zugänglich. Die Initiative setzt auch auf die digitale Souveränität und darauf, europäische Datenschutzstandards zu sichern – was durch die Einbindung inländischer Unternehmen eher garantiert scheint als durch internationale Großkonzerne. Jüngst wurden zudem mehrere Digitalprojekte, wie die Einführung von 'Once Only' (einmalige Dateneingabe) und digitaler Identitäten, als Schlüsselprojekte benannt, bei denen gerade der Mittelstand mit seinem Know-how punkten könnte.
heute 18:00 Uhr