Georg Milde folgt ins Kanzleramt: Wechsel an Warkens Seite

Mit Nina Warken als neuer Kanzleramtschefin zieht Georg Milde, zuvor im Bundesgesundheitsministerium, als ihr Stabschef ins Kanzleramt ein.

heute 18:00 Uhr | 1 mal gelesen

Wie Politico unter Berufung auf gut informierte Regierungskreise berichtet, übernimmt Georg Milde das Steuer als Stabschef im Team von Nina Warken im Bundeskanzleramt. Wer Milde ein wenig verfolgt hat, weiß: Sein Portfolio ist umfangreich – politische Planung, Leitungsangelegenheiten, selbst das Ministerbüro fielen bisher unter seinen Radius. Im verschachtelten Gefüge des Kanzleramts taucht er jetzt offiziell als Leiter des 'Büro ChefinBK' auf (eine Bezeichnung, bei der man fast Schmunzeln muss – so bürokratisch wie unaussprechlich). Interessant ist auch das Personal-Puzzle rundherum: Stefan Schmidt, vorher der Mann an dieser Stelle, übernimmt die Rolle des Fraktionsdirektors bei der CDU/CSU-Fraktion – das ließ der neue Fraktionsvorsitzende Thorsten Frei in einer internen Notiz verlauten. Kurioserweise wandert Schmidts Vorgänger, Tobias Pohl, jetzt direkt in die Leitungsabteilung des Bundesgesundheitsministeriums zurück, wo Milde herkommt. Es scheint fast, als würden sich die wichtigsten Köpfe der Verwaltung durch rotierende Türen bewegen.

Da die Personalentscheidung auf Milde fiel, dürfte Warken auf jemanden setzen, der Verwaltung und politische Abstimmung gleichermaßen beherrscht. In politischen Hinterzimmern munkelt man, dass dieser Wechsel nicht bloß Routine ist, sondern Teil eines tiefer gehenden Umbaus der Führungsstrukturen innerhalb der Bundesregierung. Interessanterweise bleibt die Reaktion der Öffentlichkeit bislang verhalten – vermutlich, weil die meisten solch undurchsichtige Personalrochaden ohnehin nicht auf dem Radar haben. Nach zusätzlichen Recherchen zeigt sich, dass solche Wechsel zwischen hohen Berliner Ämtern im Kontext der angespannten politischen Lage (Koalition, Vertrauensfragen, Präsenz der Union) an Bedeutung gewinnen: Nina Warken versucht offenbar, ihr unmittelbares Umfeld für kommende Herausforderungen zu festigen. Ausmaß und Tempo der Umstrukturierungen im Kanzleramt weisen darauf hin, dass in den nächsten Monaten weitere tiefgreifende Veränderungen zu erwarten sind.

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