Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine verschärfte Deutschland seine Gangart gegenüber russischen Staatsangehörigen: Neben über 80 ausgewiesenen Diplomaten wurden laut offiziellen Zahlen mehr als 300 Menschen abgeschoben. Die Bundesregierung begründet diese Maßnahmen mit der angespannten sicherheitspolitischen Lage und verweist auf notwendige Reduktionen russischen Personals in diplomatischen Einrichtungen. Laut aktuellen Presseberichten herrscht auch weiterhin große Skepsis gegenüber russischen Interessen in Deutschland; teils gibt es Debatten, ob die Maßnahmen ausreichend oder zu streng seien. Verschiedene Medien berichten zudem, dass Deutschland seit dem Frühjahr 2024 eine strengere Gangart gegen mutmaßliche russische Spione und Propagandisten fährt – Hintergrund sind vermehrte Hinweise auf Einflussnahmen im öffentlichen Raum wie auch Cyberangriffe auf deutsche Stellen. Die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern bewegen sich auf einem Tiefpunkt. Auch regelmäßige Forderungen von Politikern nach weiteren Visaeinschränkungen und Überprüfungen russischer Geschäftsbeziehungen zeigen, wie belastet das Verhältnis mittlerweile ist.