EU rügt Tiktok: Zu wenig Schutz für Jugendliche

Die EU-Kommission wirft Tiktok vor, minderjährige Nutzer nicht ausreichend vor Gefahren zu bewahren – besonders in Bezug auf die Sichtbarkeit persönlicher Daten.

heute 12:11 Uhr | 3 mal gelesen

Die Europäische Kommission hat Tiktok ins Visier genommen, weil die Plattform laut vorläufiger Einschätzung erhebliche Defizite beim Schutz Minderjähriger aufweist. Besonders gravierend sei, dass die Grundeinstellungen es nahezu jedem erlauben, die Profile junger Nutzer zu durchstöbern oder direkt Kontakt aufzunehmen – was Tür und Tor für Missbrauch, Cybermobbing und Grooming öffnet. Selbst wenn das Konto privat gestellt wird, bleiben einige Informationen über Listen wie 'Abonniert' oder 'Follower' auffindbar. Die Kommission verlangt, dass Tiktok die Sichtbarkeit der Inhalte von Minderjährigen konsequent einschränkt und die Privatsphäre-Optionen zum Standard macht. Jetzt hat Tiktok Gelegenheit, auf die Einschätzungen zu antworten. Bleibt Brüssel bei der Kritik, drohen Strafen, die bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes umfassen können. Der Fall ist ein Beispiel dafür, wie scharf die EU das neue Gesetz über digitale Dienste (DSA) durchsetzt.

Tiktok ist erneut ins Kreuzfeuer der EU geraten, diesmal wegen zu locker gehandhabter Sicherheitseinstellungen für Kinder und Jugendliche. Die Kommission sieht die Gefahr, dass Minderjährige von Fremden kontaktiert oder bloßgestellt werden, weil ihre Profile und Listen standardmäßig zu offen sind. Tiktok muss jetzt nicht nur technische Nachbesserungen liefern, sondern auch belegen, wie sie die Privatsphäre ihrer jüngsten Nutzer sicherstellen – andernfalls könnte Brüssel empfindliche Geldstrafen verhängen. Viele Experten beobachten, wie sich dieser Streit auf ähnliche Plattformen auswirken wird. Laut aktuellen Medienberichten setzt die EU den Kampf für mehr Kinderschutz im Netz konsequent fort, auch weil Nutzer und Eltern eine klare Linie fordern.

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