Grünenpolitikerin fordert mehr Einsatz für Hitzeschutz: „Die Bundesregierung bleibt untätig“

Angesichts Tausender Hitzetoter in Deutschland verlangt Franziska Brantner von den Grünen dringende Investitionen in Klimaanpassungsmaßnahmen – vor allem für die Schwächsten.

heute 13:41 Uhr | 1 mal gelesen

Fast 10.000 Hitzetote seit Jahresbeginn – das muss man sich mal vorstellen. Während ältere Menschen in nicht-klimatisierten Pflegeheimen schier verzweifeln und Kinder in stickigen, überhitzten Kitas schwitzen, scheinen die Verantwortlichen in Berlin weiterhin zu zaudern. Das Thema ‚Hitzeschutz‘ ist längst kein Nischenthema mehr, sondern eine existenzielle Frage – gerade, wenn man an die wachsenden Risiken durch den Klimawandel denkt. Brantner bringt es auf den Punkt: Es reicht eben nicht, nur gute Absichten zu haben; es braucht gezielte Investitionen. Der Klima- und Transformationsfonds bietet eigentlich das nötige Geld – warum fließt das dann nicht in Hitzeschutzpläne für Pflegeheime und Kitas, in Bäume, Wasserbrunnen, Schatten im Stadtraum? Seltsam auch: Während Hitzetote gezählt werden, bremst Wirtschaftsministerin Reiche ausgerechnet dort, wo es am meisten helfen würde – beim Ausbau erneuerbarer Energien. Mit seiner jüngsten Gesetzesnovelle torpediert er die Kraftquellen, die langfristig Klima und Gesundheit schützen könnten. Fast zynisch, findet Brantner – denn anstatt die Erneuerbaren auszubremsen, sollte man lieber den Minister 'bremsen'. Die harten Fakten bestätigen die Dringlichkeit: Laut dem Robert-Koch-Institut sind in Deutschland bis zur 29. Kalenderwoche bereits rund 9.800 Hitzetote zu beklagen – trauriger Rekord seit der systematischen Auswertung 2016. Und die Hitzewellen nehmen zu, getrieben von immer neuen Emissionen aus Kohle, Öl und Gas. Ohne den menschengemachten Klimawandel, so zeigt die aktuelle Analyse der World Weather Attribution, wären Hitzerekorde wie im Juni 2026 früher so gut wie ausgeschlossen gewesen. Es ist spürbar: Die Zeit fürs Zögern ist vorbei.

Die Debatte um Hitzetote in Deutschland kocht weiter hoch: Franziska Brantner, Grünenpolitikerin, pocht darauf, dass die Regierung endlich Geld in Maßnahmen für Hitzeschutz stecken soll – ob in Pflegeheimen, Kindergärten oder öffentliche Orte. Die Hitzeopfer-Statistiken zeigen, wie dringend das Problem ist, doch gleichzeitig werden laut Brantner die notwendigen Schritte im Energiesektor ausgebremst, statt den Ausbau der Erneuerbaren energisch voranzutreiben. Jüngste Recherchen geben ihr recht: Nach aktuellen Medienberichten ist das Gesundheitssystem oft nicht ausreichend vorbereitet, Städte beklagen zu wenig grüne Infrastruktur und die Bundesregierung steht in der Kritik, ihren Klimazielen und Schutzpflichten zu wenig nachzukommen. Die Zahl der Hitzetoten ist in diesem Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen – und praktisch alle Experten warnen, dass neue Rekorde fast unausweichlich sind, wenn der Klimawandel weiter voranschreitet. Interessanterweise zeigen neue Untersuchungen auch, dass es massive regionale Unterschiede gibt – Großstädte wie Berlin und Frankfurt leiden besonders, während ländliche Gebiete durch mehr Vegetation etwas besser abschneiden. Gleichzeitig ist politischer Streit um Fördergelder entbrannt: Mehrere Bundesländer fordern, dass Mittel für Klimaanpassung nicht im Haushaltsstreit untergehen. Aktuell werden vielerorts kurzfristige Maßnahmen – wie die Einrichtung von Trinkwasserstellen oder Hitze-Aktionspläne – diskutiert, Experten fordern jedoch einen echten 'Masterplan' und nachhaltige Umgestaltung von Stadt und Infrastruktur. (Quelle: https://www.dw.com, https://www.spiegel.de, https://www.zeit.de)

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