Gerade einmal 8,3 Millionen Menschen in Deutschland waren Ende 2025 zwischen 15 und 24 Jahre alt – das sind nur noch rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zahlen, die irgendwie fast surreal wirken, wenn man bedenkt, dass einst viel mehr Jugendliche auf die Schulhöfe und durch die Städte liefen. Besonders in den frühen 80er-Jahren – Babyboomer-Ära – war die Altersgruppe deutlich stärker vertreten: Damals war jede sechste Person jung. Manche sagen, ohne Zuwanderung würde das Durchschnittsalter hierzulande schon lange noch weiter steigen. Bei Leuten ohne Einwanderungsgeschichte ist die Jugendquote mit 8,5 Prozent niedriger als bei Menschen mit Migrationshintergrund (12,2 Prozent). Das Bild wird detailreicher, schaut man sich die Kinder von Eingewanderten an – da ist jeder Fünfte zwischen 15 und 24 Jahren. Regional ist es mal so, mal so: Bremen, Hamburg und Baden-Württemberg liegen überm Bundesdurchschnitt, während Brandenburg und Ostländer entsprechend zurückbleiben. Auch im europäischen Vergleich fällt auf: Deutschlands Anteil der Jugendlichen ist niedriger als der EU-Schnitt. In Irland dagegen – fast beneidenswert – sind 12,7 Prozent jung. Das macht Hoffnung – oder zumindest neugierig auf die Gründe. Seltsam eigentlich, wie sehr sich die Demografie still, beinahe heimlich, verändert.
Deutschland erlebt weiterhin einen historischen Tiefstand beim Anteil junger Menschen (15-24 Jahre), so aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Besonders bemerkenswert ist das demografische Gefälle zwischen Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte: Während bei Letzteren nur 8,5 Prozent jung sind, liegt der Anteil bei Menschen mit Migrationshintergrund deutlich höher (12,2 Prozent). Wie Recherchen zeigen, führen viele Expert:innen die Entwicklung auf eine Kombination aus niedriger Geburtenrate, überalterter Gesellschaft und einer stabilisierenden Wirkung der Migration zurück. Außerdem diskutiert die Fachwelt, wie diese Strukturwandel den Arbeitsmarkt, die Sozialsysteme und zukünftige Gesellschaftsmodelle beeinflussen könnte. In den letzten 48 Stunden betonten verschiedene Nachrichtenportale, dass die geringe Zahl junger Menschen wirtschaftliche Auswirkungen habe und politische Debatten um Integration, Bildung und Generationengerechtigkeit weiter anfachen werde.