Die Diskussion um eine Verankerung von Hitzeschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz nimmt Fahrt auf, da immer mehr Kommunen dringenden Finanzbedarf sehen. Banaszak von den Grünen befürwortet zwar den Vorstoß des Deutschen Städtetags, verdeutlicht aber zugleich die politischen und juristischen Hürden, denn eine Verfassungsänderung braucht breite Mehrheiten – und die Einsicht, dass das Problem drängt. Inzwischen werden Stimmen lauter, dass die bestehenden Fördermittel keinesfalls genügen, und zunehmend wird der politische Streit auch vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme geführt. In mehreren aktuellen Berichten wird darauf hingewiesen, wie stark Extremwetterlagen – zuletzt die ungewöhnliche Hitze im Juni – auf die Städte drücken und dass es kommunalen Chefs nicht reicht, auf Sondertöpfe verwiesen zu werden. Das Thema wird durch die Erfahrungen der jüngsten Hitzewelle noch einmal verschärft gesehen, auch internationale Beispiele zeigen, dass Deutschland hier kaum vorbereitet ist. Die politisch Verantwortlichen geraten daher zunehmend unter Druck, grundlegende Reformen einzuleiten und mehr Geld für Prävention und Infrastruktur bereitzustellen.