Das Urteil entspricht weitgehend dem Plädoyer der Bundesanwaltschaft. Die Verteidiger hingegen hatten sich für 15 Jahre Haft und eine Einweisung in die Psychiatrie ausgesprochen – offenbar vergeblich. Der 25-jährige Afghane war Mitte Februar mit seinem Wagen gezielt in eine Versammlung der Gewerkschaft Verdi gerast und hatte dabei eine Mutter und ihre kleine Tochter getötet; Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Die Ermittler vermuten religiöse Beweggründe hinter der Tat. Dem Beschuldigten wurden folglich zwei Morde, 22 versuchte Morde und zusätzlich 22 Fälle von Körperverletzung vorgeworfen. Diese schwere Tat hat nicht nur die Münchner Stadtgesellschaft erschüttert, sondern auch weit über die Grenzen hinaus Fragen nach Sicherheit, Gesellschaft und dem richtigen Umgang mit solchen Verbrechen aufgeworfen. Ehrlich, mich lässt das Urteil nachdenklich zurück: Reicht lebenslang angesichts solcher Tragödien? Oder gibt es überhaupt ein 'Genug' nach so etwas?
Das Oberlandesgericht München verhängte lebenslange Haft gegen den 25-jährigen Angeklagten, der im Februar 2025 mit seinem Auto absichtlich in eine Verdi-Demo fuhr und dabei zwei Menschen tötete sowie 44 weitere verletzte. Das Gericht sah eine besondere Schwere der Schuld gegeben, folgte damit dem Antrag der Bundesanwaltschaft und wies zugleich das psychiatrische Gutachten der Verteidigung zurück. In aktuellen Diskussionen fordern Experten strengere Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen, während Familien der Opfer einerseits mit ihrer Trauer, andererseits mit Ängsten rund um gesellschaftliche Spaltung ringen – laut aktuellen Berichten in mehreren Medien wächst in München wie auch bundesweit die Debatte um Integration, Prävention und juristische Konsequenzen für religiös motivierte Taten; auch im europäischen Ausland werden ähnliche Fälle erneut intensiver debattiert.