„Es kann nicht angehen, dass mit jeder Wärmewelle auch die Preise im Freibad in die Höhe schießen“, betont Luigi Pantisano, Vorsitzender der Linken, gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Alles ringsherum wird spürbar kostspieliger – da sollte das Planschen im Sommer nicht auch noch zum Privileg werden. Besonders Menschen, die sich ohnehin keinen Urlaub leisten können (das sind laut Pantisano über ein Fünftel der Deutschen), seien auf das städtische Schwimmbad als kleine Alltagsflucht angewiesen. Eine Luxusfrage darf daraus trotzdem nicht entstehen. Da vielerorts Bäder vor dem Aus stehen, warnt Pantisano: Wenn diese verschwinden, bleibt oft nur der ungesicherte Baggersee als Alternative – ein echtes Risiko, gerade für Kinder. Aus seiner Sicht muss die Regierung jetzt handeln: „Wir brauchen endlich ein ernstes bundesweites Förderprogramm, das kommunale Schwimmbäder erhält, Preise unten hält und mehr kostenlose, sichere Badeplätze an Seen und Flüssen schafft.“ Eine Milliarde Euro soll aus dem Bundeshaushalt nach dem Konnexitätsprinzip direkt in die Städte fließen – damit Badestellen für Familien erreichbar bleiben und Schwimmen kein Luxus wird. Für Pantisano steht fest: Jedes Kind sollte schwimmen lernen können. Punkt.
Die Linke sieht die steigenden Eintrittspreise für Schwimmbäder kritisch und fordert, dass der Bund mit einer Milliarde Euro insbesondere ärmeren Familien den Zugang zu Schwimmbädern erleichtert. Laut aktuellen Schätzungen sind schon jetzt über ein Fünftel der Bundesbürger nicht in der Lage, sich einen klassischen Sommerurlaub zu leisten – Schwimmbäder sind für viele die einzige Freizeitoption. Hinzu kommt, dass zahlreiche kommunale Bäder aufgrund hoher Betriebskosten und Personalmangel von der Schließung bedroht sind und so immer mehr Menschen auf unsichere und teils gefährliche Badestellen ausweichen. Im Kontext der steigenden Lebenshaltungskosten und der sozialpolitischen Debatte um Teilhabe gewinnt die Forderung nach staatlicher Unterstützung für Schwimmbäder neue Dringlichkeit. Nach Recherche aktueller Quellen wie der Tagesschau und der Süddeutschen Zeitung bestätigen Verbände und Experten, dass immer mehr Schwimmbäder vor dem wirtschaftlichen Aus stehen – während parallel der Anteil nichtschwimmender Kinder steigt. Die Bundesregierung prüft demnach Ansätze, die Kommunen stärker zu unterstützen, doch eine explizite Milliarde für Schwimmbadförderungen wurde noch nicht beschlossen.