Mehr als 30 Abgeordnete verlassen aktuell die polnische Oppositionspartei PiS, ausgelöst durch einen Richtungsstreit zwischen den wirtschaftsliberalen und den rechtskonservativen Kräften. Während Parteichef Kaczynski den harten rechten Flügel kräftig stärkt und Czarnek als neuen Spitzenmann ins Spiel bringt, positioniert sich Morawiecki mit den gemäßigten Kräften neu – eine offene Spaltung, die in ihrer Schärfe Seltenheitswert hat. Die politische Gemengelage in Polen ist dadurch in Bewegung, da die PiS sich um ihre Rückkehr zu alter Macht fürchten muss. Aus neueren Medienquellen geht hervor, dass die PiS nach ihrem Fall aus der Regierung weiterhin tief gespalten ist – Kaczynskis autoritärer Führungsstil stößt auch im konservativen Lager auf Widerstand und Beobachter warnen vor einer langanhaltenden Schwächung der Partei. Gegenwärtig bleibt die genaue Zahl und das Gewicht der Abgespaltenen bei weiteren politischen Verhandlungen abzuwarten. Ergänzend dazu: Gegenüber der Regierungskoalition unter Donald Tusk könnte die geschwächte PiS an Bindekraft und Mobilisierungsfähigkeit verlieren, was langfristig Polens politische Landschaft neu sortiert.