Massiver Bruch in Polens PiS: Über 30 Abgeordnete kehren Partei den Rücken

In der polnischen Oppositionspartei PiS brodelt es: Ein tiefgreifender Streit über Kurs und Führung führt dazu, dass mehr als 30 Mandatsträger ihren Austritt erklären.

heute 14:16 Uhr | 2 mal gelesen

Wieviele Abgeordnete der Partei genau den Rücken kehren, bleibt zunächst vage – Parteichef Jaroslaw Kaczynski wollte am Freitag keine exakte Zahl nennen. Ob Ex-Premier Mateusz Morawiecki unter den Aussteigern ist, ließ er ebenfalls offen, fügte aber kryptisch hinzu, dass alle Optionen offenlägen. Zentrum des Streits ist die zukünftige Marschrichtung: Kaczynski selbst favorisiert rechtskonservative Hardliner wie Przemyslaw Czarnek, den er schon jetzt als Spitzenkandidat für die Parlamentswahl 2027 vorschlägt. Das sorgt bei wirtschaftsliberalen Kräften rund um Morawiecki für blankes Entsetzen – dieser versucht nun, mit der neuen Fraktion "Entwicklung Plus" die Partei in eine modernere, gemäßigt-konservative Richtung zu lenken. Kaczynski stellt ein Ultimatum: Einstellung der Abspaltungspläne und Bekenntnis zur Partei; Morawiecki bleibt standhaft und lehnt ab. Die PiS, 2015 bis 2023 an der Macht, taumelt in einer Zerreißprobe, die ihre Chancen auf eine politische Rückkehr massiv beeinträchtigen könnte. Und ganz ehrlich – an so einen offenen Machtkampf im polnischen Konservatismus kann ich mich kaum erinnern. Das hat historische Dimensionen.

Mehr als 30 Abgeordnete verlassen aktuell die polnische Oppositionspartei PiS, ausgelöst durch einen Richtungsstreit zwischen den wirtschaftsliberalen und den rechtskonservativen Kräften. Während Parteichef Kaczynski den harten rechten Flügel kräftig stärkt und Czarnek als neuen Spitzenmann ins Spiel bringt, positioniert sich Morawiecki mit den gemäßigten Kräften neu – eine offene Spaltung, die in ihrer Schärfe Seltenheitswert hat. Die politische Gemengelage in Polen ist dadurch in Bewegung, da die PiS sich um ihre Rückkehr zu alter Macht fürchten muss. Aus neueren Medienquellen geht hervor, dass die PiS nach ihrem Fall aus der Regierung weiterhin tief gespalten ist – Kaczynskis autoritärer Führungsstil stößt auch im konservativen Lager auf Widerstand und Beobachter warnen vor einer langanhaltenden Schwächung der Partei. Gegenwärtig bleibt die genaue Zahl und das Gewicht der Abgespaltenen bei weiteren politischen Verhandlungen abzuwarten. Ergänzend dazu: Gegenüber der Regierungskoalition unter Donald Tusk könnte die geschwächte PiS an Bindekraft und Mobilisierungsfähigkeit verlieren, was langfristig Polens politische Landschaft neu sortiert.

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