Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit – und doch so etwas wie ein starkes Signal: 'Mit den Behörden des Landes Berlin stehen mein Team und ich den Menschen jetzt unmittelbar zur Verfügung', gab Weber gegenüber der 'Rheinischen Post' (Dienstag) an. Der erste Schritt: Psychosoziale Beratung gibt es jetzt am Hörer, via Hotline. Und der zweite Schritt? Weber und sein Team wollen die direkt Betroffenen tatsächlich individuell ansprechen und ihnen proaktiv helfen. 'Wir werden da unterstützen, wo es irgendwie geht, und eng mit der Berliner Anlaufstelle für Terroropfer zusammenarbeiten.' Eigentlich sollte das Grundvertrauen eine Selbstverständlichkeit sein, aber hier wird konkret: Wer betroffen ist, kann die staatliche Hilfe unter der Nummer 0800 000 9546 kostenlos abrufen – unkompliziert, hoffentlich auch mit echten Lösungen. Die Rolle des Opferbeauftragten ist klar umrissen: Er steht in erster Linie für Menschen ein, die durch extremistische oder terroristische Gewalttaten in Deutschland getroffen wurden. An diesem Wochenende hat das System offenbar funktioniert – aber klar, es bleibt die Frage, wie nachhaltig diese Solidarität wirkt.
Nach dem Anschlag während des Christopher-Street-Days in Berlin setzt Bundesopferbeauftragter Roland Weber auf persönliche Kontaktaufnahme zu den Betroffenen, um ihnen maßgeschneiderte Hilfe zugänglich zu machen. Gemeinsam mit Berliner Behörden wurde umgehend eine kostenlose psychosoziale Beratung eingerichtet, die unkompliziert Unterstützung bieten soll. Hintergrund ist auch, dass in den letzten Jahren nach Anschlägen häufiger Kritik laut wurde, Betroffene würden oft zu spät oder nur pauschal angesprochen, weswegen die jetzige proaktive Kontaktaufnahme ein richtungsweisender Schritt sein könnte. In aktuellen Medienberichten wird betont, dass Sensibilität und Schnelligkeit in der Betreuung wichtig sind – auch, um das Vertrauen in staatliche Hilfsstrukturen nach solchen Ereignissen zu stärken.