Porsche streicht 5.000 weitere Jobs in Stuttgart – Sozialpaket und Investitionen geplant

Porsche kündigt an, in der Region Stuttgart bis 2035 zusätzlich 5.000 Arbeitsplätze abzubauen – im Rahmen eines Zukunftspakets mit dem Betriebsrat.

heute 14:59 Uhr | 3 mal gelesen

Kurze Anmerkung vorweg: Meist denkt man bei Porsche an gewaltige Motoren, glänzende Lacke und eine Jobsicherheit wie aus dem Bilderbuch. Doch gerade jetzt rumort es ordentlich – im wahrsten Sinne, denn 5.000 weitere Stellen sollen über die nächsten Jahre verschwinden. Der Abbau passiert angeblich 'sozialverträglich', was, ehrlich gesagt, immer ein ziemlich dehnbarer Begriff ist. Altersregelungen, freiwillige Aufhebungsverträge und das bekannte Hoffen auf natürliche Fluktuation sollen helfen, Kündigungen zu verhindern oder wenigstens zu begrenzen. Interessanterweise macht sich der Rotstift nicht nur bei den Beschäftigten bemerkbar. Auch die Managementriege spart mit: Von Tariferhöhungen werden bis 2035 3,5 Prozent einbehalten, ganz oben gibt es 2027/2028 beim Gehalt sogar eine Pause. Wer auf umfangreiche Weihnachtsgeldzahlungen spekuliert hatte, dürfte enttäuscht sein, denn dieser Bonus schrumpft nach und nach bis 2035 auf einen Bruchteil zusammen. Vieles scheint davon abzuhängen, wie rentabel das Unternehmen gerade ist – große finanzielle Einmalzahlungen werden künftig noch enger an den Unternehmenserfolg gekoppelt. Wohlgemerkt: Ohne die IG Metall und die Arbeitgeberverbände wäre das alles vermutlich ziemlich lautstark abgelaufen. Als kleinen Trost gibt es für Gewerkschaftsmitglieder einen Extratag Urlaub und einen jährlichen Wertgutschein – immerhin etwas. Und 2026 wird noch einmal eine „Transformationsprämie“ ausgeschüttet. Auch das könnte man wohl als Symbol verstehen. Dass mobiles Arbeiten eingeschränkt wird (zukünftig acht Tage/Monat), fällt dagegen weniger ins Gewicht, obgleich manche sich daran inzwischen gewöhnt haben dürften. Warum all das? Am Ende steht das Versprechen, dass Porsche in den Standorten Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach satte 2,1 Milliarden Euro investieren will – um Produktentwicklung, individuelle Kundenwünsche und letztlich die Zukunft von Porsche vor Ort zu sichern. Der Glanz der Marke soll also bleiben, auch wenn hinter den Kulissen ordentlich umgeschichtet wird.

Porsche stellt sich mit tiefgreifenden Veränderungen neu auf und plant dabei, bis zum Jahr 2035 rund 5.000 Stellen in Stuttgart abzubauen. Kern des Programms ist der Versuch, betriebsbedingte Kündigungen möglichst auszuschließen, etwa durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit oder freiwillige Aufhebungsverträge. Der Konzern spart zudem an variablen Zahlungen und Tariferhöhungen, um Investitionen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro an den deutschen Standorten zu finanzieren – eine Maßnahme, die in der Automobilbranche aufhorchen lässt. Wie verschiedene Medien berichten, gibt es branchenweit ähnliche Umstrukturierungsprozesse, wobei neben der Transformation zur Elektromobilität auch zunehmender Kostendruck und eine unsichere Marktlage rasant an Bedeutung gewinnen. Laut aktuellen Recherchen von FAZ und SZ werden bei zahlreichen deutschen Autobauern kurzfristig oder über längere Zeiträume Arbeitsplätze abgebaut, meist flankiert von umfassenden Sozialmaßnahmen und Investitionszusagen in Produktion, Digitalisierung oder alternative Antriebstechnologien. Besonders kritisch diskutiert wird derzeit, ob der geplante Stellenabbau nicht die Innovationskraft schwächen könnte, etwa weil Know-how und Erfahrung verloren gehen, während auf der anderen Seite Großinvestitionen in Forschung und kundenindividuelle Angebote locken.

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