Die Forderung nach einer Grundgesetzänderung zum Schutz Vulnerabler vor Hitze steht exemplarisch für ein wachsendes gesellschaftliches Problem: Der Klimawandel verschärft die Situation Jahr für Jahr. Laut RKI sind 2024 bereits beinahe 12.000 Menschen in Deutschland den Hitzefolgen erlegen – ein Wert, der nicht nur erschüttert, sondern politisch zum Handeln zwingt. Besonders ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen sind Gefahren ausgesetzt, wenn Pflegeeinrichtungen nicht ausreichend geschützt werden. Die Debatte um föderale Zuständigkeiten blockiert jedoch den Weg zu pragmatischen Lösungen. In anderen Ländern zum Beispiel gibt es inzwischen staatlich geförderte Hitzeschutzprogramme, die von zentraler Stelle koordiniert werden. Bereits jetzt diskutieren auch Experten von Umwelt- und Gesundheitsverbänden, ob Deutschland künftig einen 'Heat Officer' nach internationalem Vorbild benötigt, der Hitzestringenzen frühzeitig koordiniert begegnen kann. Der Ruf nach einer Verfassungsänderung für effektivere Finanzierung und Umsetzung klingt trotz aller Bedenken so dringlich wie selten zuvor.