Regierung ebnet Weg für junges Unternehmertum: Neue Start-up- und Scale-up-Strategie verabschiedet

Die Bundesregierung hat am Mittwoch frischen Wind für die Gründerszene gebracht: Ihre umfassende Strategie zur Förderung von Start-ups und schnell wachsenden Unternehmen wurde beschlossen.

heute 13:38 Uhr | 3 mal gelesen

Es klingt fast ein wenig nach Aufbruch – das Bundeswirtschaftsministerium kündigt ehrgeizige Pläne an: Deutschland soll zum Magneten für innovative Neugründungen werden. Im Vordergrund steht dabei, nicht nur Gründungshürden zu senken, sondern auch das Wachstum vielversprechender Firmen gezielt zu unterstützen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bringt es auf den Punkt: Bürokratie solle gebändigt, privates wie öffentliches Wagniskapital stärker mobilisiert werden. 'Wir schaffen das Fundament für die nächste Generation von Global Playern aus Deutschland', so ihre optimistische Ansage. Interessant ist, dass die neue Strategie als Gemeinschaftsprojekt mit anderen Ministerien auf die Beine gestellt wurde – ein selten transparentes Vorgehen, wie manch einer sagen würde. Herzstück der Pläne sind bessere Finanzierungschancen gerade für die kritische Wachstumsphase, wo viele Jungunternehmen bisher hängenblieben. Der Know-how-Transfer aus Wissenschaft und Forschung soll ebenfalls gezielter in marktfähige Start-ups gelenkt werden. Ein spezielles Augenmerk erhält dabei der Sicherheits- und Verteidigungsmarkt – ein Bereich, der bislang eher stiefmütterlich behandelt wurde. Auch wenn alles sehr ambitioniert klingt: Die Umsetzbarkeit solcher Pakete lässt manchmal Zweifel, ob administrative Routine nicht doch den Elan ausbremst. Erwähnenswert: In die Strategie flossen über 300 Rückmeldungen und die Ergebnisse aus zehn Workshops mit der Szene ein. Das scheinbar dicke Maßnahmenbündel umfasst rund 150 Punkte, verteilt auf verschiedene Ministerien. Bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode, so der Plan, soll das alles stehen – ob das gelingt, bleibt freilich spannend.

Mit der beschlossenen Start-up- und Scale-up-Strategie will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für junge, wachstumsstarke Unternehmen in Deutschland entscheidend verbessern. Kernpunkte sind vor allem der Abbau von Bürokratie, eine erleichterte Finanzierung – besonders in der frühen und mittleren Wachstumsphase – und eine stärkere Verzahnung von Forschung und Unternehmertum. Auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands soll so gestärkt werden, nicht zuletzt mit Blick auf aufstrebende Märkte wie die Sicherheitsbranche. Aktuelle Berichterstattung anderer Medien ergänzt: Einige Wirtschaftsexperten loben den Versuch, mehr privates Kapital zu mobilisieren, halten aber regulatorische Erleichterungen für essentiell, damit Maßnahmen nicht in der Praxis verpuffen. Der Deutsche Startup-Verband sieht Licht und Schatten: Besonders die angekündigten Mittel für nachhaltiges und digitales Wachstum werden begrüßt, jedoch bleibt Skepsis hinsichtlich der Verbesserung der Bedingungen für Gründer*innen mit Migrationshintergrund (laut t3n.de und Spiegel.de). Internationaler Vergleich zeigt, dass Deutschland hier noch immer Nachholbedarf gegenüber Start-up-Hotspots wie den USA oder Israel hat. Wirtschaftliche Unsicherheit und globale Krisen stellen zudem eine besondere Herausforderung für die Innovationskultur dar (vgl. FAZ.net und Zeit.de).

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