Risiko von Drohnenangriffen an Flughäfen: Bilger bleibt skeptisch

Trotz ausgebauter Schutzmaßnahmen sieht Steffen Bilger (CDU), parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, weiter eine gewisse Gefahr durch Drohnen an deutschen Flughäfen. Überwachungssysteme sind da – aber das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen.

heute 19:01 Uhr | 4 mal gelesen

Man kann sich drehen und wenden, wie man will: Drohnen rund um Airports sind ein echtes Problemkind. 'Die Bundesregierung hat einiges in Bewegung gesetzt – Detektionssysteme, klare Vorgaben', erzählt Bilger der Sendung Welt. Aber, und das schwingt bei ihm deutlich mit, ein absoluter Schutz existiert eben nicht. Die Areale sind riesig, und, Hand aufs Herz, die, die es wirklich darauf anlegen, treiben die Technik auch ziemlich raffiniert voran. Die Szene rund um Leipzig (Sie wissen schon, Sprengstoff im Spiel) zeigt, wie ernst solche Vorfälle genommen werden müssen. Natürlich bleibt noch Spielraum zur Verbesserung – Bilger spricht offen darüber, dass man den Kriminellen immer mindestens einen Schritt voraus sein müsste, was aber nicht einfach sei. Er wirkt besorgt, dass Störer oft bestens informiert sind über die jeweiligen Sicherheitsmaßnahmen. Ob man sich je ganz sicher fühlen kann? Das bleibt ungewiss. Ein bisschen klingt er wie jemand, der weiß, dass hinter fast jeder Ecke ein neues Katz-und-Maus-Spiel wartet.

Der CDU-Politiker Steffen Bilger betont, dass trotz neuer Technologien und Überwachungssystemen das Risiko eines Drohnenangriffs auf deutsche Flughäfen bleibt. Flughafengelände sind größentechnisch kaum vollständig zu sichern und auch die Fähigkeiten der Täter nehmen zu. Immer wieder werden neue Abwehrstrategien entwickelt, doch mit jeder Innovation rüsten auch Kriminelle technisch auf – wie zuletzt bei dem verhinderten Anschlag in Leipzig, bei dem angeblich Sprengstoff zum Einsatz kommen sollte. Ergänzend zu Bilgers Aussagen wird dieses Thema in den Medien aktuell intensiv diskutiert: Es wird berichtet, dass zahlreiche Flughäfen seit 2023 in verbesserte Drohnenerkennung investieren und sogenannte No-Drone-Zones eingeführt wurden, in denen spezielle Abwehrtechnologie Drohnen erkennen und sogar unschädlich machen kann. Dennoch warnen Experten, dass besonders Hobby-Piloten und auch gezielt kriminelle Akteure die neuen Systeme immer wieder auf die Probe stellen. In manchen europäischen Ländern ist außerdem eine Verschärfung der Gesetzgebung im Gespräch, um Strafen für unerlaubtes Drohnenfliegen noch einmal deutlich zu erhöhen.

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