Stimmung am Konjunkturbarometer: ZEW-Erwartungen steigen weiter

Die Einschätzungen zum wirtschaftlichen Ausblick in Deutschland klettern auch im August 2026 weiter nach oben – das zeigt die aktuelle ZEW-Befragung.

heute 11:21 Uhr | 3 mal gelesen

Wieder ein Sprung nach oben: Die Konjunkturerwartungen in der jüngsten Umfrage des ZEW (Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung) steigen auf 34,2 Punkte und liegen damit satte 7,9 Zähler über dem Stand vom Vormonat. Auch bei der Bewertung der aktuellen Wirtschaftslage ist eine deutliche Verbesserung zu erkennen – minus 61,1 Punkte bedeuten dennoch immer noch tiefes Tal, aber immerhin ein Plus von 16,5 Punkten im Vergleich zu vorher. ZEW-Präsident Achim Wambach sieht in dem anhaltenden Optimismus ein Signal: „Die positive Entwicklung setzt sich auch im August fort“, so seine Einschätzung. Mögliche Gründe? Die soliden Quartalsergebnisse vieler Unternehmen und ein kürzliches Hoch bei den Exportzahlen dürften ihren Anteil haben. Gleichzeitig mahnt Wambach: Das extrem niedrige Wasser im Rhein ist momentan ein zusätzliches Risiko für die Industrie – vor allem für Transporte und Lieferketten. Besonders auffällig: Die Erwartungswerte steigen branchenübergreifend. Die Automobilindustrie zum Beispiel holt kräftig auf – plus 22,2 Punkte, wenngleich die Stimmung insgesamt noch im Minusbereich bleibt. Ähnliches Bild beim Maschinenbau, in der Chemie und im Pharmasektor sowie bei den Metallproduzenten: Auch hier zeigen die Trendpfeile steil nach oben. Sogar die Laune beim privaten Konsum zieht wieder etwas an, von allerdings immer noch leichtem Pessimismus geprägt (-6,2 Punkte). Und auch aus dem Baugewerbe kommen verhalten positive Signale: hier immerhin ein leichtes Plus auf nun 2,1 Punkte. Ein Blick über den nationalen Tellerrand zeigt: Auch für die Eurozone insgesamt sehen die Befragten es optimistischer – der Index klettert auf 31,4 Punkte. Die akute Lage erscheint mit -21,5 Punkten zwar weiter schwierig, zieht aber ebenfalls kräftig um 16,2 Zähler an.

Die ZEW-Umfrage von August 2026 spiegelt eine spürbare Verbesserung der Konjunkturerwartungen in Deutschland und der Eurozone wider. Trotz eines weiterhin negativen Lagewerts steigern sich die Erwartungen branchenübergreifend, wobei insbesondere die Industrie (Fahrzeugbau, Chemie, Maschinenbau) und der Privatkonsum herausstechen. Als Unsicherheitsfaktor wird zurzeit vor allem das Niedrigwasser im Rhein gesehen, das Logistik und Produktion beeinträchtigen könnte. Aktuelle Recherchen zeigen, dass viele Analysten die Entwicklung vorsichtig optimistisch bewerten: Es gibt vorsichtige Hoffnung auf eine anziehende Binnenkonjunktur, wenngleich Risiken wie geopolitische Unsicherheiten und steigende Rohstoffpreise weiter im Raum stehen. Die Inflation scheint sich in Deutschland aktuell auf einem Plateau zu bewegen, was Konsum und Investitionen beeinflussen könnte, wie verschiedene Börsenberichte und Wirtschaftsmagazine in den letzten 48 Stunden betonen.

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