Olha Kuryshko macht unmissverständlich klar, dass die Ukraine unter keinen Umständen auf die Krim verzichten werde, unabhängig von internationalen Verhandlungsversuchen. Hinter verschlossenen Türen, so schildert sie, gebe es zwar Diskussionen mit westlichen Partnern über einen möglichen Verzicht, doch für Kuryshko bleibt die Krim untrennbar mit der Ukraine verbunden – allein schon aus Identitäts- und Verantwortungsperspektive. Der Weg dorthin sei allerdings steinig: Nicht nur die militärische Befreiung, sondern auch die gesellschaftliche Reintegration stelle eine gewaltige Aufgabe dar, vor allem im Hinblick auf die langjährige russische Einflussnahme und die gezielte Ansiedlungspolitik. Laut aktuellen Medienberichten (z. B. DW und FAZ) bestehen weiterhin starke Fronten: Russland verstärkt die militärische Infrastruktur auf der Krim, während ukrainische Drohnenangriffe inzwischen sogar russische Marineschiffe treffen. Internationale Stimmen, u.a. von der EU und den USA, bekräftigen ihr Bekenntnis zur territorialen Integrität der Ukraine, agieren aber vorsichtig, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Zivilgesellschaftliche Initiativen auf der Krim dokumentieren derweil Menschenrechtsverletzungen durch die russischen Behörden, worauf Kuryshko verweist – ein Aspekt, der in der Debatte oft in den Hintergrund tritt.