Vizekanzler Klingbeil übernimmt Kabinett – Merz’ Urlaub bleibt ein Rätsel

Das Ausmaß der Kanzler-Auszeit von Friedrich Merz (CDU) gestaltet sich länger und geheimnisvoller als bisher angenommen.

heute 13:01 Uhr | 3 mal gelesen

Eigentlich hätte in dieser Woche wieder das Bundeskabinett getagt, doch daraus wurde erstmal nichts. Nächste Woche ist aber eine neue Sitzung angesetzt – und zwar ohne den eigentlichen Chef im Kanzleramt. Lars Klingbeil (SPD), der Vizekanzler, soll das Zepter übernehmen. Offenbar springt er für Friedrich Merz ein, dessen Urlaub sich wie Gummi zieht – zumindest aus Sicht der Öffentlichkeit, die im Dunkeln tappt, was dessen Verbleib und Rückkehr angeht. Nicht einmal eine Location gibt es; verschwunden wie ein geheimer Agent. Auf der Agenda steht die Bafög-Reform, längst überfällig und eigentlich für Juli vorgesehen. Sprecher Sebastian Hille bemühte sich in Berlin um Beruhigung: Merz gönne sich ein paar Tage Ruhe, sei aber „immer im Dienst“, quasi der Bundeskanzler im Stand-by-Modus. Konkrete Enddaten? Fehlanzeige. Alles wirkt etwas nebulös, als wolle man die Frage nach 'wann er wieder auftaucht' lieber gar nicht erst beantworten.

Der Bundeskanzler bleibt länger im Urlaub als zunächst vermutet, sodass kommende Kabinettssitzungen von Vizekanzler Klingbeil geleitet werden – unter anderem steht die verschobene Bafög-Reform auf dem Programm. Öffentliche Informationen über den Verbleib von Friedrich Merz sind äußerst spärlich; das Bundeskanzleramt betont zwar seine Erreichbarkeit, vermeidet aber jeden Hinweis auf ein genaues Rückkehrdatum. Seit seinem letzten öffentlichen Auftritt Ende Juli bleibt der Kanzler 'verschwunden' – ein Umstand, der in der Öffentlichkeit und den Medien Kritik und Spekulationen nach sich zieht. Laut Recherchen finden sich in den Medien Berichte, dass der Umgang der Bundesregierung mit Urlaubszeiten immer wieder für Diskussionen sorgt – auch, weil politische Entscheidungen sich dadurch verschleppen können. Die aktuelle Unsicherheit um die Rückkehr des Kanzlers hat zu Diskussionen über Transparenz in politischen Führungspositionen geführt. Gleichzeitig betonen Regierungssprecher immer wieder die ständige Erreichbarkeit selbst während Urlaubszeiten, um zu zeigen: Die Führung sei handlungsfähig – Zweifel bleiben jedoch.

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