CDU-Ringen um Rentenpaket nimmt an Schärfe zu

In der CDU wächst der Unmut über die kontroversen Pläne zur Rentenreform der aktuellen Regierung. Besonders beim Thema abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren prallen verschiedene Lager aufeinander.

heute 07:02 Uhr | 2 mal gelesen

Tilman Kuban, CDU-Bundestagsabgeordneter, sieht im Rentenpaket den Hebel, Deutschland aus seiner Trägheit zu reißen – so jedenfalls sagte er im Gespräch mit dem 'Tagesspiegel'. Für ihn ist es mehr als nur ein Gesetz: Es sei ein Vertrauensbeweis, den die CDU brauche – und zwar überall, im Kleinen wie im Großen. Aber nicht alle in seiner Partei ziehen mit. Die Ministerpräsidenten aus Ostdeutschland – Kretschmer, Haseloff und Woidke – wetterten bereits gegen eine mögliche Abschaffung der Rente ohne Abschläge. Interessanter Seitenhieb: Die SPD-Ministerpräsidentin Schwesig stand ihnen prompt zur Seite. Für Michael Kretschmer aus Sachsen ist der Streit sogar ein Grund, im Bundesrat sein Veto auszupacken. Währenddessen halten Thorsten Frei und Franziska Hoppermann von der CDU-Spitze an den aktuellen Plänen fest. Dazwischen mischt auch die Junge Union mit: Ihr Chef Johannes Winkel appellierte an Kolleg:innen, politische Verantwortung vor parteiliche Profilierung zu stellen – gerade jetzt, wo es um die Altersvorsorge von Millionen geht. Die Diskussion ist kein rein technisches Hin und Her – es geht offenbar darum, wie konsequent oder vorsichtig man mit der Zukunft der Rente umgeht. Und manchmal blitzt dabei schon etwas Wahlkampf durch, ob gewollt oder nicht.

Innerhalb der CDU eskaliert die Auseinandersetzung um das Rentenpaket, das Kernpunkte wie die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren betrifft. Während insbesondere ostdeutsche CDU-Ministerpräsidenten sowie die SPD-Ministerpräsidentin Schwesig gegen die Abschaffung dieser Regelung mobil machen, verteidigt die Parteiführung die Reform als notwendig für den Erhalt der Stabilität im Rentensystem. Aktuelle Recherchen zeigen, dass die Debatte in der Union symptomatisch für eine größere Unsicherheit über die Zukunft der Altersvorsorge ist; angesichts sinkender Geburtenzahlen und steigender Lebenserwartung fürchten viele Experten, dass Reformen unausweichlich sind. Ein weiteres Detail: Im Umfeld des Bundesrats wird zunehmend darüber spekuliert, ob die ostdeutsche CDU durch ihr Veto tatsächlich einen Kurswechsel erzwingen kann – die Spannungen sind jedenfalls auch kurzfristig nicht beigelegt. Zudem berichten viele Medien von einer wachsenden Kritik an parteitaktischen Manövern, die das Vertrauen der Wählenden weiter belasten.

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