Trump hat – auf seinem eigenen Social-Media-Kanal, wohlgemerkt – verlauten lassen, die bereits vorgeplanten Militärschläge gegen Iran aussetzen zu wollen. Voraussetzung sei, dass es 'zügig' zu einem Deal mit Teheran komme. Interessanterweise habe nicht nur Iran selbst, sondern laut Trump auch andere Anrainerstaaten inständig auf ein Absehen vom Angriff gedrängt. Ein Grundgerüst für eine Einigung stehe bereits: Dazu zähle etwa die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus und das vermeintliche Ende der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm – zumindest, wenn man Trump glauben möchte. Die Botschaft knackte durch, nachdem Berichte durchgesickert waren, dass die USA massive Bombardements für das Wochenende vorbereitet hätten. Die Vorwürfe aus Teheran über eine gezielte Zuspitzung kam prompt: Wer sich mit Washington verbünde, so der warnende Ton aus der iranischen Hauptstadt, mache sich selbst zum Ziel. Die US-Administration warnte Bürger im Nahen Osten umgehend vor möglichen Reiseproblemen – selbst Evakuierungen könnten bei einer Eskalation nötig werden. Flugausfälle, gesperrter Luftraum, all das sei denkbar. Einzelne Medien hatten über geplante Luftangriffe auf iranische Energieanlagen berichtet – demnach war das Thema schon Kabinettssache. Trump drohte öffentlich mit einer militärischen Reaktion, 'wie sie die Welt seit 1945 nicht gesehen hat'. Den Sinneswandel erklärt er nun mit dem vermeintlichen Nutzen eines stabilen, zunehmend wohlhabenden Iran – zumindest langfristig. Während eine offizielle Reaktion aus Teheran ausstand, schaltete sich Saudi-Arabien besorgt telefonisch bei Trump ein. Die US-iranischen Beziehungen sind ohnehin seit dem Platzen einer Waffenruhe im Frühjahr permanent angespannt: Berichte über Angriffe und Gegenschläge bestimmen den Alltag, zuletzt nach einem Angriff auf US-Soldaten in der Region. Die USA blockieren iranische Seehäfen, bombardieren Ziele im Iran, während Teheran US-Stützpunkte und Schiffe angreift – vor allem in der Straße von Hormus, die wiederum das globale Ölgeschäft merklich trifft. Seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe Ende Februar schnellen die Ölpreise teils heftig nach oben.
In den letzten Tagen hat Trump überraschend militärische Angriffe gegen den Iran kurzfristig gestoppt und betont stattdessen einen diplomatischen Ansatz. Die Region ist nervös: Neben Drohgebärden und Warnungen gab es tatsächliche Vorbereitungen für umfangreiche Militärschläge, auch internationale Akteure wie Saudi-Arabien schalten sich ein und fordern Zurückhaltung. Die Gefahr bleibt akut, denn die Verstrickungen um die Straße von Hormus sowie die Ölversorgung machen aus dem Konflikt weit mehr als ein regionales Problem – die Ölpreise reagieren prompt und heftig auf jede Bewegung beider Seiten. Bei Recherchen auf dw.com zeigt sich, dass die USA und Iran ihren diplomatischen Grabenkrieg zunehmend auch über wirtschaftliche Sanktionen und Cyberangriffe ausfechten; die wirtschaftliche Situation im Iran bleibt dadurch angespannt. In den letzten 48 Stunden berichten mehrere Nachrichtenportale, dass sich die humanitäre Lage im Iran verschlechtert – Versorgungsengpässe und Unsicherheit nehmen besonders in Küstenstädten entlang der Straße von Hormus zu. Zudem wächst die Sorge, dass Israel bei einer weiteren Eskalation militärisch eingreifen könnte, was mehrere Medienberichte betonen.