Die jüngsten Geschehnisse zeigen, dass es geboten ist, die Grenzkontrollen nicht nur beizubehalten, sondern sie gegebenenfalls auszuweiten, so Krings weiter. Wer aus Spanien nach Deutschland einreist und hier einen Asylantrag stellt, obwohl eigentlich Spanien nach EU-Recht zuständig wäre, muss grundsätzlich an der Grenze zurückgewiesen werden – alles andere wäre ein Bruch der europäischen Absprachen. Es kann eben nicht angehen, dass man sich den Ort des Asylantrags in der EU einfach aussucht. Dennoch: Die eigentlichen Herausforderungen liegen laut Krings keineswegs an den deutschen Grenzen, sondern an der äußeren Grenze Europas. Eine wirksame Lösung braucht folglich engeren Austausch und mehr Kooperation mit Marokko. Das betrifft funktionierende Abkommen zur Rückführung, eine härtere Gangart gegen Schleuserbanden und natürlich den Schutz der Außengrenzen bei Ceuta und Melilla. Grund der Debatte? Der massive Zustrom zahlreicher Migranten nach Ceuta hat in den letzten Tagen die Diskussion über die Sicherheit und Kontrolle der Grenzen neu entfacht.
Die Reaktionen auf die Zwischenfälle in Ceuta führen zu einer intensiven Debatte zur Zukunft der Grenzkontrollen in Deutschland und Europa. Krings unterstreicht die Notwendigkeit, bestehende Schengen-Regelungen ernstzunehmen und verweist auf Spanien als sicheren EU-Staat für Asylanträge – was konsequentes Zurückweisen an deutschen Grenzen rechtfertigen soll. Gleichzeitig positionieren sich viele Politiker und Experten kritisch zur aktuellen EU-Migrationspolitik; einige warnen vor zu starker Abschottung und fordern einen Ausbau gemeinsamer europäischer Lösungen, insbesondere mehr Unterstützung für Außengrenzstaaten und engere Kooperation mit nordafrikanischen Ländern wie Marokko.