Cem Özdemir plädiert für erste Bundespräsidentin

Cem Özdemir (Grüne) will im Schloss Bellevue gerne eine Frau sehen – und bricht mit einer Tradition reiner Männerbesetzung im höchsten Staatsamt.

heute 01:02 Uhr | 4 mal gelesen

"Es wäre ein wirklich starkes Zeichen, wenn nach all den bisherigen zwölf Bundespräsidenten nun endlich eine Frau ins Amt käme", meinte Özdemir laut Funke-Mediengruppe. In Deutschland gäbe es zahlreiche Frauen, die nicht nur das nötige Format, sondern auch das Gespür und Durchsetzungsvermögen fürs Präsidentenamt mitbringen würden. Gerade in unsicheren Zeiten – die Spaltung wächst, überall Gegenwind – brauche es an der Spitze jemanden, der über politische Lager hinaus Vertrauen schafft. Und, so Özdemir, wieso nicht endlich eine Frau? "So eine Wahl hätte Signalwirkung, besonders jetzt, wo wir dringend Mut und neuen Zusammenhalt in der Gesellschaft brauchen", ergänzte Özdemir. Er setzt also auf eine Persönlichkeit, die sowohl Demokratie als auch Zusammenhalt in den Vordergrund stellt. Persönlich würde ich hinzufügen: Nach so langer Zeit ohne Frau im höchsten Amt wäre der Schritt tatsächlich mehr als rein symbolisch – er könnte ein echter Türöffner für ein anderes Politikverständnis sein. Aber: Am Ende hängt alles an einer überzeugenden Kandidatin und, seien wir ehrlich, auch am politischen Machtgefüge. Floskulös gesagt: Es bleibt spannend.

Cem Özdemirs Vorschlag, erstmals eine Frau zur Bundespräsidentin zu wählen, stößt in politischen und gesellschaftlichen Kreisen auf Resonanz. Auch Parteien wie die SPD signalisierten in den letzten Tagen eine Offenheit für weibliche Kandidaturen, wobei in der öffentlichen Debatte immer wieder Namen wie Merkel, Baerbock oder Roth spekuliert werden. Aktuell steht, neben der Frage nach einzelner Eignung, besonders die gesellschaftliche Sprengkraft einer solchen Wahl im Fokus – Stichwort: Vorbildfunktion und Fortschritt bei Gleichberechtigung. Recherchen zeigen, dass insbesondere die Grünen wie auch frauenpolitische Initiativen den Zeitpunkt für gekommen halten, während konservative Stimmen Zurückhaltung üben, um die Kür nicht auf bloße Symbolpolitik zu reduzieren. Zudem wird öffentlich reflektiert, inwiefern solch ein Schritt das Amt selbst – das ohnehin in turbulenten Zeiten mehr Integrationsaufgaben übernehmen muss – stärken oder fordern könnte.

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