Deutschland leiht Israel Hightech-Geräte zur Güterkontrolle aus

Mit Unterstützung Deutschlands sollen in Israel neue Anlagen zur Fahrzeug- und Güterdurchleuchtung installiert werden, um humanitäre Hilfe für den Gazastreifen effizienter passieren zu lassen.

vor 52 Minuten | 3 mal gelesen

Das Verteidigungsministerium in Berlin hat am Freitag bekannt gegeben, dass Deutschland Israel zwei fahrzeugbasierte Durchleuchtungsanlagen zur Verfügung stellt – auf Leihbasis, wohlgemerkt. Hintergrund ist ein trilaterales Abkommen, in das sich neben Deutschland und Israel auch die USA einbringen. Damit soll die Einfuhr von Hilfsgütern nach Gaza ausgeweitet werden – zumindest klingt das im ersten Moment nach dringend nötiger Pragmatik. Laut Ministerium fließt Technik an zwei Orte: Ab September steht eine dieser Anlagen am berüchtigten Grenzübergang Erez, der aktuell eher als Symbol für Stillstand gilt – vielleicht könnte sich das jetzt ändern. Die zweite Anlage ist für den Hafen Aschdod vorgesehen, wobei dort die Inbetriebnahme erst gegen Ende des Jahres erfolgen soll – Bürokratie und Technik, ein langsamer Tanz. Israelische Kräfte werden übrigens weiterhin die Kontrolle über die Durchleuchtung und die Einfuhr nach Gaza behalten; Deutschland entsendet lediglich zwei Bundeswehrangehörige zur Unterstützung und Wartung bis mindestens 2026. Vielleicht ist das nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein – aber bei chronischer Unterversorgung zählt wohl jeder zusätzliche Stapel Hilfsgüter. Was man hingegen nicht ganz ausblenden kann: Auch Technik ist letztlich keine Garantie für schnelle oder gerechte Hilfe.

Deutschland entsendet zwei hochmoderne Systeme zur Fahrzeugprüfung an Israel, um – zumindest auf dem Papier – die Einfuhr von Hilfsgütern nach Gaza zu steigern. Während ein Gerät ab September 2024 am Grenzübergang Erez bereitstehen soll und damit eine Öffnung befördern könnte, soll das andere später im Jahr im Hafen von Aschdod helfen, durch den ständigen Konfliktblockaden wenigstens selektiv entgegenzuwirken. Trotz technischer Hilfe liegen alle Befugnisse bei israelischen Behörden; Deutschland unterstützt mit Bundeswehrtechnikern lediglich am Rand. +++ Erweiterte Recherche: Die Lage an den Grenzübergängen rund um Gaza bleibt kritisch. Laut verschiedenen Medienberichten, unter anderem der taz und der Süddeutschen Zeitung, führen neue politische Blockaden seitens Israels weiterhin zu extremen Engpässen für Hilfslieferungen. Die USA und internationale Organisationen drängen verstärkt auf konkrete Verbesserungen – doch immer wieder gibt es Rückschläge durch Sicherheitsbedenken, Infrastrukturprobleme und politische Grabenkämpfe.

Schlagwort aus diesem Artikel