Drohnenfund am Flughafen Leipzig: Ministerium äußert sich zurückhaltend

Das Bundesinnenministerium hat den Fund einer Drohne auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle bestätigt, hält sich mit weiteren Angaben jedoch bedeckt.

heute 12:11 Uhr | 3 mal gelesen

Vom Sprecher des Bundesinnenministeriums waren am Mittwoch kaum Details zu bekommen – die Ermittlungen liefen schließlich noch. Das ist vielleicht nicht verwunderlich, aber irgendwie fühlt sich diese Informationsknappheit immer etwas unbefriedigend an. Das Verteidigungsministerium? Bleibt außen vor, weist jede Beteiligung an den Untersuchungen zurück und verweist auf die Zuständigkeit der Bundespolizei. Wenigstens das Verkehrsministerium wird etwas konkreter: Ihnen ist das Risiko durch Drohnen im Luftverkehr absolut bewusst – das klingt fast unterkühlt, aber auch resigniert. Man halte die Flugsicherheit aufrecht, auch wenn es bedeutet, den Flughafenbetrieb temporär stillzulegen. Genau das passierte in der Nacht zu Mittwoch. Die Nordbahn läuft jetzt wieder, die Südbahn bleibt allerdings gesperrt. Auffällig: Zuvor wurde die Drohne – angeblich mit Sprengstoff und Zünder – in der Nähe eines ukrainischen Frachtfliegers gesichtet. Spektakulär, aber auch beunruhigend – und aktuell gibt es eben mehr Fragen als Antworten.

Am Flughafen Leipzig/Halle hat die Bundespolizei eine Drohne geborgen, was weitreichende Sicherheitsbedenken auslöst. Nach inoffiziellen Angaben könnten an dem Fluggerät Sprengstoff und eine Zündungsvorrichtung angebracht gewesen sein, was die Dramatik der Situation unterstreicht. Offiziell sagen die Behörden noch nicht viel, weil die Untersuchungen noch laufen – und auch, weil zur möglichen Herkunft oder Motivlage der Drohne bislang keine Klarheit besteht. Der Vorfall reiht sich in eine wachsende Zahl von Fällen ein, in denen Drohnen für Bedrohungen des zivilen Luftverkehrs sorgen. In den letzten Stunden wurde darüber hinaus berichtet, dass Sicherheitsbehörden auch in anderen europäischen Ländern besonders aufmerksam auf Drohnenbewegungen an Flughäfen reagieren. Von den deutschen Ministerien kommen kaum handfeste Details, aber die vorübergehende Sperrung der Bahnen und der Verweis auf das grundsätzliche Sicherheitsrisiko zeigen, dass man den Vorfall sehr ernst nimmt. In sozialen Netzwerken wurde zudem spekuliert, ob gezielt ukrainische Ziele anvisiert wurden, doch handfeste Beweise gibt es dafür bislang nicht.

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