Am Morgen des 10. Juni 2024 traf ein Erdbeben mit gemeldeten 7,2 auf der Richterskala Kolumbiens Westen nahe Cartago. Erste Einschätzungen deuten auf eine eher hohe Tiefe (rund 95 Kilometer) und damit – zumindest für nahegelegene Großstädte – auf ein geringeres Schadenspotenzial hin, da tiefere Beben meist weniger zerstörerische Auswirkungen an der Oberfläche haben. Über Verletzte oder materielle Schäden war direkt nach dem Ereignis nichts bekannt, wobei lokale Behörden und der Zivilschutz weiterhin die Lage prüfen und mit Nachbeben gerechnet wird. In den letzten 48 Stunden berichten kolumbianische Medien ebenfalls von spürbaren Nachbeben, und Notfallpläne in den betroffenen Departamentos (Provinzen) wurden aktiviert. Experten weisen darauf hin, dass Kolumbien wegen seiner Lage am pazifischen Feuerring zu den erdbebengefährdeten Ländern Südamerikas zählt.