Al-Wazir verlangt Strategie gegen anhaltende Niedrigwasser-Probleme

Tarek Al-Wazir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses und Sprecher der Grünen für Binnenschifffahrt, fordert von der Regierung mehr Weitsicht: Kurzfristige Aktionen gegen Niedrigwasser reichen ihm nicht – ein durchdachter, langfristiger Umgang fehlt bislang völlig.

vor 57 Minuten | 2 mal gelesen

Eigentlich sind wir es ja schon fast gewohnt: wieder einmal Niedrigwasser, wieder hektische Debatten um kaputte Lieferketten. Al-Wazir findet, dass die Maßnahmen vom Verkehrsminister – etwa Baustellen verschieben oder das Sonntagsfahrverbot aufheben – nur ein Herumdoktern an Symptomen sind. Klar, solche Sachen helfen vielleicht mal kurzfristig, Hauptsache irgendwas tut sich, wenn das Wasser schwindet. Aber was ist mit morgen oder übermorgen? Den dringenden Ausbau des maroden Schienennetzes will er jedenfalls nicht aus dem Blick verlieren. Baustellen einfach pauschal zu stoppen, hält er für naiv, bei so viel Sanierungsstau – außer man steht auf noch mehr Verkehrschaos. Eigentlich ist das alles ein Kreisen um die immergleichen Baustellen. Wirklich zukunftsfest wird die Schifffahrt nur mit Schiffen, die Niedrigwasser verkraften – und mehr staatlicher Förderung dafür. Unverständlich für ihn: Genau bei dieser Förderung will die Bundesregierung 2027 den Rotstift ansetzen. Wer an der falschen Stelle spart, schaufelt sich da sein eigenes Loch, meint Al-Wazir.

Tarek Al-Wazir, grüner Verkehrsexperte, betont nachdrücklich, dass Kleinmaßnahmen allein – wie temporäre Freigaben auf Straßen oder Baustellenmanagement – keinesfalls genügen, um wiederkehrenden Niedrigwasser-Problemen Herr zu werden. Er dringt darauf, langfristige Lösungen zu entwickeln und insbesondere Binnenschifffahrtsprojekte, die auf niedrigem Wasserstand funktionieren, stärker zu fördern anstatt sie zu beschneiden. Darüber hinaus ist laut mehreren aktuellen Berichten staatliche Planung dringend gefragt: 2024 sind infolge des Klimawandels die Häufigkeit und das Ausmaß von Niedrigwasser weiter gestiegen, was auch europäischen Nachbarländern Sorgen bereitet. ERGÄNZENDE INFO: Grenzüberschreitend bemängeln Branchenverbände wie auch Fachleute die Investitionszurückhaltung der Bundesregierung in resiliente Infrastruktur, während Umweltbehörden verstärkt Wasserknappheit und wirtschaftliche Einbußen prognostizieren. Erste Bundesland-Initiativen, innovative Schiffsdesigns sowie flexible Logistiksysteme werden diskutiert, doch bleibt die Finanzierung auf wackeligen Beinen. Zahlreiche Stimmen warnen, dass ohne umfassenden Masterplan für klimabedingte Wasserstandsveränderungen Deutschlands Rolle als zentrale Wirtschaftsdrehscheibe gefährdet ist.

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