Felix Banaszak fährt im „Taxi Banaszak“ durch den Osten: Politik am Steuer

Grünen-Vorsitzender Felix Banaszak setzt sich vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern eigenhändig ans Steuer und fährt Menschen im selbsternannten „Taxi Banaszak“ durch die ostdeutschen Bundesländer.

heute 12:00 Uhr | 3 mal gelesen

Die Idee klingt erst mal skurril, aber irgendwie auch einladend: Von Mitte August bis Ende September kurvt Felix Banaszak, Grünen-Chef, im gelb-grün lackierten Kleinbus durch Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dieses eigens getaufte „Taxi Banaszak“ ist kein Werbegag, sondern bewusst als niederschwellige Einladung gedacht – wer will, kann sich per Onlineformular nicht nur einen Platz im Bus reservieren, sondern auch gleich ein Gesprächsthema angeben. Ob Weg zur Schichtarbeit, Besuch bei Oma oder ein kleiner Abstecher zum Lieblingscafé – Banaszak will die Lebensrealitäten der Menschen aus erster Hand hören. "Politik entsteht nicht hinter dicken Türen und glatten Floskeln", betont Banaszak im Gespräch mit T-Online, sondern „im ehrlichen Austausch, auf Augenhöhe, unterwegs im Alltag“. Besonderes Extra: Bei manchen Fahrten sollen Überraschungsgäste dabei sein – das verspricht Kurzweil, vielleicht auch einen kleinen WTF-Moment. Wer sich die Fahrten entgehen lässt: Auf Social Media, etwa YouTube oder Instagram, werden Höhepunkte und Gespräche dokumentiert. Banaszak greift mit dieser Aktion nicht zum ersten Mal auf die Metapher des Taxi zurück; bereits bei seiner Rede auf dem letzten Parteitag hat er von seiner Kindheit ohne eigenes Familienauto erzählt. Erst nach dem Führerschein, mit einem kleinen roten Auto vom Ersparten der Großeltern, eröffnete sich ihm das Gefühl von Freiheit. Es klingt so, als hätte ihn diese Erfahrung tatsächlich geprägt: Nicht warten, bis die Menschen zu ihm kommen – sondern selbst losfahren, zuhören. Ob das nur Show oder tatsächlich Basisdemokratie ist? Die kommenden Wochen werden es zeigen.

Felix Banaszak, Chef der Grünen, will mit dem „Taxi Banaszak“ mehr Nähe zu den Menschen im Osten Deutschlands schaffen. Er tourt von August bis September 2024 durch Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, nimmt Interessierte mit, spricht über ihre Themen und postet das Ganze auf Social Media. Ziel ist es, politische Distanz zu verringern, echte Gespräche statt Parolen zu führen – eine Strategie, die angesichts der Distanz zwischen Politik und Bürger*innen im Osten ein Versuch der Annäherung ist. Neuere Berichte in deutschen Medien heben hervor, dass Banaszaks Aktion in einer Zeit wachsender Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien im Osten stattfindet. Die Landtagswahlen in den betroffenen Bundesländern gelten als Gradmesser, insbesondere mit Blick auf das Erstarken der AfD. Kritik gibt es: Manche sehen den fahrenden Politiker als PR-Gag, andere loben den direkten Kontakt. Experten aus verschiedenen Medienhäusern weisen darauf hin, dass innovative Bürgerbeteiligung, wie sie Banaszak jetzt testet, in Zeiten schwindenden Vertrauens in die Politik wichtige Impulse setzen könnte. Laut Analysen spricht die Aktion gezielt Menschen an, die Politik ansonsten fernbleiben. Zudem wird berichtet, dass auf einigen Fahrten lokale Prominente oder Experten dabei sind, um Themen wie Strukturwandel, Migration oder soziale Sicherheit zu diskutieren.

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