Die Debatte um ein Alkoholverbot an Bahnhöfen und in Zügen hat Fahrt aufgenommen, nicht zuletzt durch Vorfälle mit Gewalt und mangelndem Sicherheitsgefühl. Die Gewerkschaft der Polizei stellt jedoch klar, dass die Infrastruktur für flächendeckende Kontrollen im Moment fehlt: Unterbesetzung, Überstunden und andere Prioritäten wie grenznahe Einsätze lassen ein flächendeckendes Verbot fast utopisch wirken. In diversen Medien wird außerdem eine mögliche Zunahme von Konflikten durch Kontrollversuche selbst thematisiert, da das Durchsetzen eines solchen Verbotes das ohnehin ausgelastete Personal zusätzlich belastet. Laut Recherchen gilt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern Deutschland eher als liberal im Umgang mit Alkoholkonsum im öffentlichen Raum, während beispielsweise Frankreich oder Großbritannien bereits teils restriktive Maßnahmen umgesetzt haben. Aktuelle politische Diskussionen fordern alternative Lösungen wie verstärkte Präventionsangebote oder temporär beschränkte Verbotszonen an Hotspots.