ISW: Moskau könnte Kiews Energieversorgung mit neuer Angriffswelle bedrohen

Russland bereitet offenbar umfassende Raketenangriffe auf die Energieversorgung von Kiew vor – Experten befürchten Eskalation noch vor dem Unabhängigkeitstag der Ukraine.

heute 09:34 Uhr | 2 mal gelesen

Die Analyse einer renommierten US-Denkfabrik, genauer gesagt des Institute for the Study of War (ISW), lässt aufhorchen: Nach Einschätzung des ISW plant Russland einen gezielten Angriff auf die Energieinfrastruktur Kiews. Was auffällt, ist das Timing – laut amerikanischen Geheimdienstquellen könnten die russischen Streitkräfte genau vor dem ukrainischen Nationalfeiertag am 24. August massive Raketenangriffe starten. Dabei setzt Moskau laut Bericht voraussichtlich auf ballistische Raketen aus ihren Strategiereserven – ein Hinweis darauf, dass diesmal besonders großer Schaden angerichtet werden soll. Interessant ist auch der Blick zurück: Schon im Herbst 2025 und dem darauffolgenden Winter hatte Russland kritische Energiepunkte attackiert, was noch immer nachwirkt. Offenbar denkt man in Moskau, die wiederkehrenden Engpässe Kiews bei Abfangraketen ausnutzen zu können – dieses Jahr vielleicht sogar noch früher. Präsident Selenskyj sprach zuletzt betont offen die derzeitige Mangelwirtschaft bei Luftverteidigungssystemen an. Es kommen laut seiner Aussage inzwischen nur noch ein Drittel der Abfangraketen nach Kiew verglichen mit Anfang 2026 – eine ziemlich fatale Entwicklung. Kein Wunder also, dass auch relativ wenige russische Raketen schon erheblichen Schaden anrichten können. Sollte diese neue offensive Welle tatsächlich starten, drohen die ohnehin schon mühsamen Reparaturarbeiten an Kiews Energieanlangen empfindlich ins Stocken zu geraten. Seit dem letzten Winter versucht die Ukraine, defekte Netze notdürftig wiederherzustellen und zu verstärken – doch viel Zeit bleibt offenbar nicht. Die Frage, wie weit die Reparaturen fortgeschritten sind, bleibt aktuell unbeantwortet. Vielleicht wissen das nicht mal die Verantwortlichen in Kiew so ganz genau. Jedenfalls: Die Anspannung wächst.

Russland könnte schon bald gezielte und koordinierte Angriffe auf die Energieinfrastruktur Kiews starten. Laut Institute for the Study of War gibt es Hinweise, dass dies gezielt vor dem Unabhängigkeitstag geschehen könnte, möglicherweise um die Wirksamkeit der Angriffe durch die schlechte Versorgung der Ukraine mit Abfangraketen zu erhöhen. Reuters und andere internationale Nachrichtenportale berichten ebenfalls von einer erhöhten Zahl russischer Luftangriffe auf ukrainische Städte in der jüngeren Vergangenheit, speziell auf Versorgungswerke in der Hauptstadt. Viele Experten gehen davon aus, dass die russische Strategie darauf zielt, nicht nur militärische, sondern gezielt zivile Ziele anzugreifen, um die Moral und Infrastruktur nachhaltig zu schwächen. Die ukrainische Regierung versucht weiterhin, Unterstützung von internationalen Partnern für Luftabwehrsysteme zu gewinnen, aber die Bemühungen werden durch bürokratische und logistische Hindernisse erschwert. Gleichzeitig warnen Beobachter davor, dass eine erneute Zerstörung der Energieversorgung während der kalten Jahreszeit gravierende humanitäre Folgen für die Bevölkerung haben könnte. Auch Diskussionen über langfristige Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen nehmen zu, insbesondere vor dem Hintergrund erneuter Angriffsgefahr.

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