Selenskyj bittet erneut um Hilfe nach erneuten Angriffen in mehreren ukrainischen Städten

Über Nacht erschütterten russische Angriffe erneut zahlreiche Orte in der Ukraine und hinterließen beträchtliche Zerstörung und Verletzte.

heute 10:52 Uhr | 3 mal gelesen

Wolodymyr Selenskyj, der ukrainische Präsident, wandte sich erneut an die Öffentlichkeit, nachdem Odessa und ihre Region stark getroffen wurden. Dort läuft aktuell ein hektisches Wiederherstellungsprogramm der Energieversorgung, nachdem wichtige Teile der Infrastruktur buchstäblich über Nacht schwer beschädigt worden sind. Wohnblocks und selbst der Handelshafen blieben dabei nicht verschont – acht Menschen wurden verletzt. Das ist fast schon eine unheimliche Routine geworden. Noch dramatischer klingt das Bild aus Charkiw: Ein Hochhaus wurde durch einen Drohnenangriff in Mitten der Nacht so schwer getroffen, dass vier Stockwerke einfach eingestürzt sind. Der Klang von Sirenen und der Staub, der die Straßen füllte – schwer vorstellbar, wie sehr das Leben der Menschen aus dem Takt gerät. Zwei Menschen fanden dabei den Tod, Dutzende wurden verletzt. Andernorts, nahe eines Einkaufszentrums in Pawlohrad, traf es vor allem Zivilisten; sogar Kinder zählen zu den Verletzten. Die Liste der betroffenen Städte liest sich beinahe wie ein trauriges Verzeichnis ukrainischer Landkarten: Schytomyr, Mykolajiw, Kiew, Cherson, Sumy, Dnipro, Saporischschja, Donezk – zu viele, um sie einfach herunterzubeten. Selenskyj spricht offen von Russlands „ballistischem Terror“, der gezielt Unruhe stiftet und vor keiner Gemeinde haltmacht. Die blanken Zahlen sind beängstigend: Über 60 Raketen allein in dieser Woche, dazu eine Welle von mehr als 1.500 Drohnen und einer ähnlichen Zahl an Luftbomben. Seine Forderung klingt inzwischen verzweifelt: Mehr internationale Sanktionen gegen Russland und vor allem eine solidere Luftabwehr für das eigene, so gebeutelte Land.

Selenskyjs neuerlicher Appell unterstreicht die prekäre Lage der Ukraine angesichts nahezu pausenloser russischer Luftangriffe, die zivile Infrastruktur, Energienetze und das tägliche Leben schwer beeinträchtigen. Zu den Angriffen, die jüngst vor allem Odessa und Charkiw trafen, kommen Schilderungen über zahlreiche verletzte und tote Zivilisten. Die ukrainische Regierung fordert dringend Verstärkung der westlichen Militärhilfe – und dabei geht es nicht nur um Waffen, sondern auch um politische und wirtschaftliche Unterstützung, etwa durch härtere Sanktionen gegenüber Russland. Neuere Berichte in anderen Medien bestätigen, dass die russischen Luftangriffe in den letzten 48 Stunden in ihrer Intensität zugenommen haben. T-Online meldet, dass das ukrainische Energieversorgungsnetz durch die Angriffe zunehmend destabilisiert wird, was sich direkt auf die Versorgung der Bevölkerung auswirkt. Auch international, zum Beispiel in der UNO, diskutieren Vertreter besorgt über die Perspektiven eines möglichen Endes der Eskalationsspirale im Ukraine-Krieg, sehen momentan jedoch kaum Anzeichen eines schnellen Waffenstillstands.

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