Keine Kabinettssitzung am 5. August – Merz lässt Amtsgeschäfte aus dem Urlaub laufen

Nächsten Mittwoch bleibt der Kabinettstisch leer – Kanzler Merz gönnt sich Auszeit, doch das Regierungsgeschäft pausiert nicht völlig.

heute 13:59 Uhr | 2 mal gelesen

Für den 5. August steht beim Bundeskabinett überraschend ein freier Tag im Kalender – an dem sonst eher ritualisierten Termin wird es diesmal still bleiben. Hintergrund: Bundeskanzler Merz verabschiedet sich nach einem politisch turbulenten Mittwoch in den Urlaub. Zwar bleibt offen, ob ein Ersatztermin angesetzt wird, doch das scheint unwahrscheinlich. Regierungschef Merz, so heißt es aus Regierungskreisen, bleibt zwar formal im Dienst – dank moderner Kommunikation ist auch der Strand kein Hindernis für Regierungstelefonate. Wo genau er weilt, bleibt vertraulich, ebenso die Länge seiner Abwesenheit. Sprecher Kornelius betonte dennoch jüngst, dass Merz jederzeit handlungsfähig sei. In der Sommerzeit existiert ein spezieller Kabinettsfahrplan, der Vertretungen durch Vizekanzler Klingbeil vorsieht. Diese Rolle scheint für die kommende Woche allerdings ebenfalls entbehrlich. Schon in der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass Sitzungen spontan auf andere Wochentage verlegt wurden, oder im Zweifel auch mal ganz entfallen. Ein Sommerloch-Phänomen, das wohl nur politische Puristen stört.

Die routinemäßige Kabinettssitzung entfällt am 5. August, während Kanzler Merz eine Pause einlegt und sich im Urlaub befindet. Ein Ersatztermin wurde nicht angekündigt und erscheint wenig wahrscheinlich, da der Kabinettszeitplan in der Sommerpause erfahrungsgemäß flexibler gehandhabt wird. Die Amtsgeschäfte führt Merz nach Angaben der Regierungssprecher weiterhin aus der Ferne; Vertretungsregelungen durch Vizekanzler Klingbeil sind für die kommende Woche laut aktuellem Stand nicht vorgesehen. Im Zuge der Recherche zeigt sich: Mehrere Medien berichten, dass die Sommerpause von politischen Akteuren gezielt genutzt wird, um abseits des Berliner Politikbetriebs neue Schwerpunkte zu setzen oder öffentlich sichtbare Ruhe einkehren zu lassen. Die Debatte um die Notwendigkeit ständiger Präsenz von Regierungschefs flammt dabei immer wieder auf – manche Experten sehen in flexibleren Kabinettsregelungen einen Vorteil, um auf unvorhergesehene Gegebenheiten schneller reagieren zu können. Zugleich berichten verschiedene Quellen, dass gerade in politisch angespannten Zeiten die Frage wach bleibt, wie viel Erreichbarkeit und wie viel Pause nötig bzw. angemessen ist.

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