Die routinemäßige Kabinettssitzung entfällt am 5. August, während Kanzler Merz eine Pause einlegt und sich im Urlaub befindet. Ein Ersatztermin wurde nicht angekündigt und erscheint wenig wahrscheinlich, da der Kabinettszeitplan in der Sommerpause erfahrungsgemäß flexibler gehandhabt wird. Die Amtsgeschäfte führt Merz nach Angaben der Regierungssprecher weiterhin aus der Ferne; Vertretungsregelungen durch Vizekanzler Klingbeil sind für die kommende Woche laut aktuellem Stand nicht vorgesehen. Im Zuge der Recherche zeigt sich: Mehrere Medien berichten, dass die Sommerpause von politischen Akteuren gezielt genutzt wird, um abseits des Berliner Politikbetriebs neue Schwerpunkte zu setzen oder öffentlich sichtbare Ruhe einkehren zu lassen. Die Debatte um die Notwendigkeit ständiger Präsenz von Regierungschefs flammt dabei immer wieder auf – manche Experten sehen in flexibleren Kabinettsregelungen einen Vorteil, um auf unvorhergesehene Gegebenheiten schneller reagieren zu können. Zugleich berichten verschiedene Quellen, dass gerade in politisch angespannten Zeiten die Frage wach bleibt, wie viel Erreichbarkeit und wie viel Pause nötig bzw. angemessen ist.